Wilsche: Opfer wohl ein 59-Jähriger / Genaue Identität noch unklar

Feuertod auf Campingplatz

Die Feuerwehren konnten weder das Wochenendhaus noch die darin befindliche Person retten.
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Die Feuerwehren konnten weder das Wochenendhaus noch die darin befindliche Person retten.

Wilsche. Ein vermutlich 59 Jahre alter Mann ist am späten Freitagabend beim Brand seines Wochenendhauses auf dem Wilscher Campingplatz Erlengrund ums Leben gekommen. Die genaue Identität des Toten war laut Polizei noch nicht geklärt.

Der Alarm für die Feuerwehren kam nach Angaben der Polizei um 22.17 Uhr. „Als wir die Einsatzstelle erreichten, brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Wir schützten erst einmal die benachbarten Gebäude, um eine Brandausbreitung zu verhindern“, berichtete der Wilscher Einsatzleiter Jürgen Schacht. Wenige Minuten nach seiner Ortswehr traf auch die Gamsener Feuerwehr ein. Die Löscharbeiten erfolgten teilweise unter Atemschutz.

Das Gebäude – ein mit Holzverkleidung umbauter Wohnwagen – war nicht mehr zu retten. Ein auf dem Grundstück stehender 1000-Liter-Gastank wurde geschützt, glücklicherweise blies der Wind die Flammen nicht in Richtung des Tanks.

Nachbarn berichteten der Polizei während des Löscheinsatzes, das in dem Wohnwagen mit Holzvorbau ein 59-jähriger Mann wohne. Sein Auto stand vor der Tür, er selbst war nicht aufzufinden. Gegen 23 Uhr wurde dann eine Leiche zwischen den eingestürzten Holzbalken entdeckt. Ob es sich um den Besitzer handelt, muss ebenso wie die Todesursache –noch eindeutig geklärt werden.

Leichnam und Brandort wurden von der Polizei beschlagnahmt. Seitens der Ermittler hieß es, man gehe derzeit „nicht von einem Gewaltdelikt aus“.

Gegen 0 Uhr konnte Gamsens Feuerwehr den Einsatzort verlassen. Die Feuerwehr Wilsche löschte dann die letzten Brandnester. Inzwischen waren auch schon die Brandermittler der Polizei am Ort. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute, dazu ein Rettungswagen und die Polizei im Einsatz. Über die Höhe des Schadens und die Brandursache konnte noch nichts gesagt werden.

Der Campingplatz wird von vielen Bewohnern auch als Dauerwohnsitz genutzt. Die Gebäude – in vielen Fällen umbaute Wohnwagen – stehen dicht beieinander, manchmal nur mit fünf Metern Abstand, wie auch in diesem Fall. Deshalb hatte der Schutz der umliegenden Gebäude hohe Priorität.

Von Bernd Behrens

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