Zu Haftstrafen verurteilt

Festnahme in Gifhorn: Seniorenbetrüger müssen ins Gefängnis

Gifhorn / Hildesheim – Zwei Seniorenbetrüger, die im Mai 2018 vom Hildesheimer Landgericht zu Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, hatten Revision gegen das Urteil eingelegt.

Diese hat der Bundesgerichtshof jetzt als unbegründet verworfen, sodass der 28- und der 34-Jährige wegen Betrugs und versuchten Betrugs für fünf Jahre und drei Monate bzw. vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis müssen. Festgenommen worden war das Duo bei einem Betrugsversuch in Gifhorn.

Die Masche der Männer, mit der überwiegend Senioren betrogen wurden, war immer gleich: Ein unbekannter dritter Anrufer oder die Angeklagten selbst riefen bei älteren, teilweise über 90 Jahre alten Damen an und gaben sich als Kripobeamte aus. Mit falschen Behauptungen wollten sie die betagten Damen davon überzeugen, dass ihr Bar- bzw. Spargeld in Gefahr sei und zur Sicherheit der Polizei übergeben werden müsse. Dazu würden Beamte das Geld bei ihnen abholen.

Einige Seniorinnen stellten die Tasche mit Geld wie verabredet vor die Haustür, wo sie von den Angeklagten abgeholt wurde. Teilweise hoben die Frauen sogar noch Geld von der Bank ab, um es zu übergeben. In vier Fällen (Laatzen, Sarstedt, zweimal Bad Münder) kamen die Täter so an 13.300 bzw. 9300 und 12.000 / 11.800 Euro.

Rubriklistenbild: © dpa / Roland Weihrauch

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