Brückenschlag mit Musik, Tänzen und Spezialitäten: Internationales Kulturfest in Gifhorn lockt viele Besucher

Fest für Menschen aus über 100 Nationen

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Der Nachwuchs der griechischen Gemeinde führte griechische Tänze vor, gleich zwei afrikanische Trommelgruppen waren am Start, und Spezialitäten gab es aus vielen Ländern.

Gifhorn. Hüpfburgen und Essen verbinden. Alle Kinder, egal welcher Nationalität, lieben Hüpfburgen, und alle Menschen müssen essen.

Am Samstag gab es beim internationalen Kulturfest der Gifhorner Zuwanderer in der Fußgängerzone die Gelegenheit für die Kinder, sich auf der DRK-Hüpfburg auszutoben, und für alle Besucher, auch Speisen anderer Kulturen zu kosten oder sich satt zu essen. Und die Mitglieder der ausländischen Gemeinden, die längst Gifhorn als ihr Zuhause ansehen, hatten fast alles im Angebot, von fleischhaltig-deftig bis zu vegetarischer Kost. So konnten sich die Besucher quer durch die kulinarische Welt futtern.

Der Zuspruch zum Fest war auch bei dieser sechsten Auflage wieder enorm. „Die Verweildauer ist größer“, stellte Moderator Willy Knerr, der das Festival mit organisiert hatte, fest. Das war auch dem guten Wetter geschuldet, die Sonne strahlte für alle vom Himmel. An den Ständen gab es nicht nur Essen und Getränke, sondern auch viele Informationen und nette Gespräche. So ging es den Besuchern auch um Urlaub auf den Philippinen, die Situation der Kurden, Fahrten nach Polen, Russland oder in die Partnerstädte Gifhorns Dumfries und Hallsberg, die Lage in der ukrainischen Stadt Korssun, aber auch ganz einfach um Kochrezepte.

Die verschiedenen Kulturen präsentierten sich auch auf der Bühne. So gab es gleich zwei afrikanische Trommelgruppen aus Gifhorn und Meinersen, dazu griechische Tänzer, Madé Yati Langer mit einem indonesischen Tempeltanz, Vorführungen des deutsch-philippinischen Kulturkreises, das „Bunte Ensemble“ von Zlatko Baban und schottische Folk-Musik mit Highland Sound.

Begonnen hatte der Tag mit dem Chor Temperamentos der Internationalen Frauengruppe. Und es gab auch deutsche Musikbeiträge. Erstmals dabei war die Gruppe Amici Saltandi, die Tänze aus der Renaissance präsentierte. N’Stylz, die Hip Hop Dance Crew der SV Gifhorn, legte ebenso Modernes aufs Parkett wie Final Frequenzy, die mit Rock-Pop fast exotisch daher kamen.

Informationen von der Europa-Union, der Gifhorner Feuerwehr und der Polizei rundeten das Angebot ab. Auch das Bildungszentrum war mit einem Stand vertreten. Dort konnten Papierschiffchen gebastelt werden. Wer das nicht konnte, bekam dazu die Anleitung.

Die Schiffchen sollen ein Kunstwerk in der KVHS verzieren. „Es geht um Boot-Schaften“, erklärte KVHS-Leiterin Ricarda Riedesel das Wortspiel. Auf den kleinen Schiffchen, die einem Seemanns-Buch entstammten, konnten Wörter umkreist werden, die die Situation der Geflüchteten beschreiben.

Bürgermeister Matthias Nerlich war begeistert von dem Tag. „Menschen aus mehr als 100 Nationen leben hier. Und sie alle gehören zu Gifhorn“, stellte er fest.

Von Burkhard Ohse

Internationales Kulturfest in Gifhorn lockt viele Besucher

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