Gifhorner Jägerschaft und Landwirte helfen den Langohren

Der Feldhase macht sich rar

11,2 Hasen hoppeln statistisch betrachtet im Durchschnitt auf einem Quadratkilometer bejagbarem Land in Niedersachsen herum. Es waren früher schon mal 13 Tiere pro Quadratkilometer. Archiv

Landkreis Gifhorn. „Der Feldhase ist in der Region mit konstanten Besatzzahlen vertreten“, sagt Thomas Reuter, Sprecher der Jägerschaft Gifhorn. Nicht ganz: Auf einem Quadratkilometer hoppelten im vergangenen Jahr 11, 2 Langohren herum.

2012 waren es statistisch noch 11,4 Tiere. Das alles liegt leicht unter dem niedersächsischen Durchschnitt, wie die Internetseite Wildtier-Management der Landesjägerschaft Niedersachsen zeigt.

„In dem waldreichen Naturraum Lüneburger Heide und Altmark liegen die Feldhasenbesatzdichten immer etwas unter dem Gesamtdurchschnitt in Niedersachsen“, heißt es in dem Populationsbericht für 2012. Entgegen der Gesamtentwicklung hätten sich die Besatzdichten jedoch in den vergangenen Jahren nicht ganz so gravierend verringert, wie in manch anderen Naturräumen, heißt es weiter. Dennoch: Der durchschnittliche Bestand der Hasen lag in der Region schon mal bei fast 13 Tieren pro Quadratkilometer.

Die intensive Bewirtschaftung der Flurflächen durch die Landwirtschaft macht es den Hasen nicht einfach. Umweltschützer sprechen von einer ausgeräumten Landschaft, in denen Hasen kaum Schutz vor Feinden finden. „Die Rote Liste gefährdeter Arten stuft den Feldhasen bundesweit als ,gefährdet’ ein“, schreibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Durch die Anlage von Blühstreifen oder Heckenpflanzungen könnten Rückzugsmöglichkeiten verbessert werden, so der Nabu. Hier setzt die Gifhorner Jägerschaft gemeinsam mit den Landwirten an, schreibt Reuter.

Von Jens Schopp

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