Akteure vernetzen

Fachgruppe Sucht im Kreis Gifhorn soll neu belebt werden

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Landrat Dr. Andreas Ebel (l.), Frauke Hiller-Helmke und Rouven Kleinert freuen sich auf den Fachtag Sucht.

Gifhorn – Fast eingeschlafen war die Fachgruppe Sucht. Rouven Kleinert, Sprecher der Fachgruppe und Leiter der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bei der Diakonie Wolfsburg, will sie wiederbeleben.

Dazu lädt der Landkreis Gifhorn am Dienstag, 14. Mai, von 9 bis 16 Uhr alle Fachkräfte aus Praxis, Forschung und Politik in den Rittersaal des Gifhorner Schlosses ein. Dann soll über die Möglichkeiten einer künftigen Suchtpräventionsarbeit diskutiert werden.

„Geredet werden soll unter anderem darüber, was eine zielführende und effektive Suchtprävention angesichts neuer Substanzen und Abhängigkeitsformen im Landkreis braucht oder worauf man eventuell verzichten kann“, sagt Kleinert. Denn es gibt immer wieder neue Substanzen, aber auch psychische Abhängigkeiten, die auf den Markt kommen. „Der Schwerpunkt der Tagung soll auf der Prävention liegen, diskutiert werden soll über alle Altersgruppen und alle derzeit aktuellen Probleme“, fügt Franke Hiller-Helmke, Geschäftsführung des sozialpsychiatrischen Verbunds und Mitarbeiterin des sozialpsychiatrischen Dienstes im Landkreis, hinzu.

„Das Ziel des Tages ist im besten Fall, dass die Fachgruppe einen Auftrag erhält, um präventive Maßnahmen zu ergreifen. Mögliche Ergebnisse sollen von den Teilnehmern in Workshops erarbeitet werden. Den Workshops vorgeschaltet sind Vorträge von Fachleuten. Als Gastreferenten werden mehrere Präventionsforscher, darunter Professor Dr. Gundula Barsch von der Hochschule Merseburg, Privatdozent Dr. Florian Rehbein vom kriminologischen Forschungsinstitut Hannover sowie die Suchtmedizinerin Dr. Ilse Friedrich von der Fachklinik Oerrel erwartet. Geklärt werden soll vor allem, wie eine Suchtprävention auszusehen hat und worauf Fachkräfte achten müssen, erklärt Kleinert.

Ziel der Fachgruppe ist es, die Vernetzung der vielen Akteure aus dem Suchthilfebereich, darunter außer den professionellen Suchthilfen auch selbstorganisierte Suchthilfen, im Landkreis Gifhorn zu verbessern und die Arbeit zu koordinieren. Durch mehr Zusammenarbeit wird auch die Hemmschwelle für Hilfesuchenden verbessert, so Hiller-Helmke. Eine Anmeldung für den Fachtag Sucht ist bis zum 1. Mai erbeten bei Rouven Kleinert, Suchtberatungsstelle der Diakonie Wolfsburg, unter rkleinert@diakonie-wolfsburg.de.

VON BURKHARD OHSE

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