Exotische Spezialitäten

Längere Wartezeiten beim Streetfood in Gifhorn

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Längere Wartezeiten musste man an den einzelnen Foodtrucks in Kauf nehmen.

Gifhorn – Currywurst und Pommes gab es nicht, auch Kartoffelsalat mit Würstchen suchte man beim Streetfood in der Gifhorner Fußgängerzone am Wochenende vergeblich.

Stattdessen reihten sich BBQ-Stände und andere Spezialitäten aneinander, an denen Interessierte bisweilen exotische Spezialitäten erwerben und essen konnten.

Insektenkenner und Neugierige probierten Käfer, Würmer und Heuschrecken.

Und warum nicht einmal Bugs? Dahinter versteckten sich Insekten. Mehlwürmer, Buffalowürmer oder Heuschrecken, knusprig zubereitet, gab es in kleineren Portionen. Die Schlange an diesem Stand war nicht ganz so lang, vielmehr probierten Neugierige oder kosteten erfahrene Insektenfleischkenner, so eine Gruppe junger Leute aus Meinersen. „Es schmeckt nussig und nach Hähnchenhaut“, erklärte Merle nach den ersten Happen. „Das haben wir schon öfter gegessen.“ Die Konsistenz ist die von Chips“, fügte Christian hinzu. „Ich kann das nur empfehlen.“ Geeignet seien die Insekten als Vorspeise oder als Snack beim Fernsehen. Zum satt essen taugen sie eher nicht, so die allgemeine Meinung. „Dann müsste man sehr viel davon essen, und dann wird es auch irgendwann langweilig“, so Christian.

Spezielles Essen

Kumpel Jan aus Bröckel, Insektenkosternovize, fand dieses spezielle Essen ein wenig „gewöhnungsbedürftig“. Indes könnte man die kleinen Tiere auch lebendig essen, sagte Christian. Und wo bekommen Interessierte sie, wenn nicht gerade Street-Food-Wochenende ist? „Im Zooladen, die geben dann auch Tipps für die Zubereitung“, erklärte Merle. Zwar sind die Insekten dort als Tierfutter gedacht, aber was Tiere essen, könnten Menschen ebenso verspeisen.

Musik durfte am Wochenende in der Gifhorner Fußgängerzone auch nicht fehlen. 

Die am Wochenende angebotenen Tiere wurden, so gab die Verkäuferin zu, übrigens nicht in Freilandhaltung gezogen. „Das geht bei Insekten auch nicht“, so die Begründung. Auch die anderen Stände stachen nicht nur durch exotische Zutaten, sondern auch durch die Zubereitung hervor. So gab es holländische Pofferties mit einer bekannten Nuss-Nougatcreme, Apfel/Zimt oder Erdbeeren, daneben Salsiccia, pikant oder mild. Für die kulinarisch nicht ganz Bewanderten stand auch darunter, was man bekommt. Original italienische Bratwürste aus Toskanabrötchen erwarteten da den Gaumen. Dazu gab es unterschiedliche Burger, XXL-Spieße mit verschiedenen Marinaden, aber es war auch Vegetarisches mit Kartoffelkreationen aus fernen Kontinenten im Angebot.

Auch an den Getränkeständen fanden die Kunden mit selbst gemachter Limonade oder mit Craft-Bieren nicht so gängige oder spezielle Getränken. Nach der schon erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren hatten diesmal die Beschicker der zehn Stände reichlich zu tun, die Organisatoren Daniel Arzt und Lukas Bock hatten somit die richtige Auswahl getroffen.

VON BURKHARD OHSE

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