„Erst mal abwarten“

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Im vergangenen Jahr war die Info-Veranstaltung zur IGS im Schulzentrum Sassenburg sehr gut besucht.

Landkreis Gifhorn - Von Carola Peiser. Das Interesse der Eltern an der Schulform Integrierte Gesamtschule (IGS) ist ungebrochen. „Wir haben keine neue Umfrage gestartet. Die Informationen erhalten wir von den Schulen. Außerdem lagen der IGS Sassenburg doppelt so viele Anmeldungen vor“, erläutert Fachbereichsleiter Schulen, Karsten Kreutzberg. Das Interesse seitens der Eltern rühre nach Meinung von Kreutzberg auch daher, dass sie von den Erfolgen aus angrenzenden Landkreisen hören und sich einfach mit der Thematik beschäftigen würden.

Eher verhalten scheint das Interesse an der geplanten Oberschule aus Haupt- und Realschule zu sein – zumindest seitens der Eltern. Laut Kreutzberg würden sich die Stadt Gifhorn und die Samtgemeinden über Standorte Gedanken machen. Ein Antrag aus der Samtgemeinde Papenteich würde bereits vorliegen. Denn wenn ein gymnasialer Zweig gewünscht ist, bedarf es der Zustimmung des Landkreises.

„Grundsätzlich haben die Samtgemeinden Interesse bekundet. Dass der Papenteich so schnell reagiert liegt nicht zuletzt an der Nähe zu Braunschweig, wo es aber immer wieder Probleme mit dem Lessing-Gymnasium gab“, so Kreutzberg. Sicherlich würden Oberschulen mit gymnasialen Zweig Auswirkungen auf die Schullandschaft haben, auch den kreisangrenzenden Gymnasien würden dann schließlich Schüler fehlen.

Zunächst heißt es aber erst mal abwarten. Schließlich befindet sich der Gesetzesentwurf zur Oberschule noch zur Beratung. Es fehlt noch die Stellungnahme des Niedersächsischen Landtags. Kurz vor Ostern wird es erst einen Beschluss geben. „Zum 1. August könnte dann eine Oberschule eingerichtet werden. Fraglich ist, ob die zeitliche Schiene ausreicht und nicht zu eng gestrickt ist“, fragt sich Kreutzberg.

Für die Kreisverwaltung hat nun erst mal Priorität, wie sich die Samtgemeinden äußern und was sie vorhaben. Dabei werden alle Anträge berücksichtigt und im Rahmen des Schulentwicklungsplanes permanent aktualisiert. Dann wolle man, so der Schulexperte, auf die Schullandschaft im gesamten Landkreis schauen. „Wir müssen das Interesse der Eltern berücksichtigen – und nicht zuletzt wird sich auch der Kreis die Frage stellen, wo wir Schüler aus angrenzenden Landkreisen wieder zurückholen können.“ Das letzte Wort hat natürlich die Politik.

Offene Fragen zur Integrierten Gesamtschule werden am kommenden Dienstag, 11. Januar, um 19 Uhr im Schulzentrum Sassenburg im Zuge eines Infoabends geklärt. Eltern aller Grundschüler der 4. Klassen sind willkommen.

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