Eigens eingerichtete Mordkommission kommt zum Einsatz

„Cold-Case“-Fall: Ermittlungen durch Staatsanwaltschaft Hildesheim wieder aufgenommen

Im „Cold-Case“-Fall aus dem Jahr 1994 wurden die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hildesheim wieder aufgenommen.
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Im „Cold-Case“-Fall aus dem Jahr 1994 wurden die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hildesheim wieder aufgenommen.
  • Holger Boden
    vonHolger Boden
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  • Florian Schulz
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Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat in einem „Cold-Case“-Fall aus dem Jahr 1994 die Ermittlungen erneut aufgenommen. Dafür ist beim Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel jetzt eine eigens eingerichtete Mordkommission eingesetzt worden. Die Ermittler hoffen, dass möglicherweise auch aus dem Landkreis Gifhorn Hinweise in dieser Sache kommen.

Peine/Edemissen – Es geht um ein Tötungsdelikt, das sich 4. Mai 1994 vor dem Gasthaus „Heidkrug“ an der B 214 bei Edemissen ereignet hat. An jenem Mittwoch gegen 22.10 Uhr – so ergaben die bisherigen Ermittlungen – wurde der 52-jährige Artur L. angeschossen, als er in seinem Pkw direkt vor der (mittlerweile ehemaligen) Gaststätte saß. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb der Mann zwei Tage später in einem Krankenhaus in Hannover.

Die B 214 führt von Braunschweig nach Celle, der Heidkrug liegt nicht weit von Wipshausen. Das Fahrzeug des Opfers stand zur Tatzeit vor dem Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn. Ortsansässigen ist der Ort auch als „Sauerfleischkurve“ bekannt. Die ehemalige Gaststätte befindet sich in Fahrtrichtung Braunschweig.

Die Polizei in Peine richtete damals eine Mordkommission ein, um die Tat zu klären. Trotz zahlreicher Ermittlungen im persönlichen und geschäftlichen Umfeld des getöteten selbstständigen Handwerkers aus Braunschweig konnte die Tat nicht aufgeklärt werden. Die Ermittlungen wurden 1995 eingestellt.

Die Polizei ist in diesem Fall auf Zeugenhinweise angewiesen. „Wir suchen Zeugen, die sich an jeglichen Personen- und Fahrzeugverkehr in diesem Zeitraum und am Tatort erinnern können“, erläutert Polizeisprecher Matthias Pintak. „Auch die kleinsten Hinweise sind für die Ermittler von großer Wichtigkeit.“

Wer in diesem Fall weiterhelfen kann, wird gebeten, sich unter (05341) 18970 bei der Polizei in Salzgitter zu melden.

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