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Erixx und Metronom: Zugausfälle mehren sich

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Von: Paul Gerlach

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Die Eisenbahnunternehmen Erixx und Metronom haben aktuell mit einem hohen Krankenstand beim Personal zu kämpfen. Das führt zu Zugausfällen. Die Situation bleibt voraussichtlich bis Weihnachten angespannt.
Die Eisenbahnunternehmen Erixx und Metronom haben aktuell mit einem hohen Krankenstand beim Personal zu kämpfen. Das führt zu Zugausfällen. Die Situation bleibt voraussichtlich bis Weihnachten angespannt. © Schossadowski, Bernd

Landkreis Gifhorn – Mit einem außergewöhnlich hohen Krankenstand haben die Eisenbahnunternehmen Metronom und Erixx nach wie vor zu kämpfen. Beim Personal gibt es nicht nur durch Coronafälle, sondern auch durch Atemwegserkrankungen viele Ausfälle.

„Bei Metronom gibt es aktuell einen auch im saisonalen Vergleich deutlich erhöhten Krankenstand, weshalb es leider seit dem Wochenende vermehrt zu Zugausfällen kommt“, sagte Sprecherin Miriam Fehsenfeld am Montag, 19. Dezember, auf IK-Anfrage. Bei Erixx ist der Krankenstand demnach ebenfalls im saisonalen Vergleich erhöht – auch wenn der Krankenstand längst nicht so hoch sei wie Anfang November, sagt Fehsenfeld. Der Anstieg der Krankenstände verlaufe parallel zu dem allgemein ansteigenden Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit den diversen zurzeit grassiereden Atemwegsinfektionen.

Nachbesetzung klappt nicht immer

Das hat laut der Sprecherin am vergangenen Wochenende, 17./18. Dezember, vor allem auf der RB 47 zwischen Uelzen und Braunschweig zu einigen Zugausfällen geführt. „Wir versuchen natürlich, Schichten tagesaktuell nachzubesetzen – das klappt leider nicht immer, und dann müssen Verbindungen entfallen. Leider lässt sich nicht vorab genau sagen, welche Verbindungen konkret betroffen sind“, so Fehsenfeld.

Wenn eine Schicht unbesetzt bleibe, weil kein Triebwagenführer mehr zur Verfügung steht, betreffe das nicht nur einen Zug, sondern in der Regel fallen dann gleich mehrere Züge aus. Fehsenfeld: „Alle Kollegen und Kolleginnen, die fahren können und verfügbar sind, sind natürlich im Einsatz.“

Wie sich die Situation in den nächsten Tagen weiterentwickelt, lässt sich nach Angaben der Sprecherin nicht genau vorhersagen – das Infektionsgeschehen sei sehr volatil. Es sei aber davon auszugehen, dass die Situation „leider bis Weihnachten angespannt bleibt“, so Fehsenfeld. Man könne den Fahrgästen nur raten, sich vor Reiseantritt kurzfristig in den elektronischen Auskunftsmedien, am besten bei der Deutschen Bahn, über ihre aktuellen Verbindungen zu informieren. Wer kann, sollte je nach Strecke gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten prüfen.

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