Feuerwehren sind vorbereitet / Landesforsten besetzen Überwachunsgzentrale

Erhöhte Waldbrandgefahr

  • VonSteffen Schmidt
    schließen

Landkreis Gifhorn/Lüneburg. Das warme und vor allem trockene Wetter der letzten Tage führt weiterhin dazu, dass der Deutsche Wetterdienst für die Regionen Wittingen und Celle erhöhte Waldbrandgefahr ausruft (Gefahrenstufe 4 von 5).

Auch am Wochenende ist, laut Prognosen, nicht mit größerer Entwarnung zu rechnen.

In große Panik brechen die Feuerwehren im Kreis allerdings nicht aus. Waldbrandgefahrenstufe 4 sei keine Seltenheit. „Das gibt es jedes Jahr mal. Es reicht, wenn es ein paar Wochen trocken ist, es muss nicht einmal sehr heiß sein“, erklärt Kreisbrandmeister Thomas Krok. Dennoch seien die Wehren natürlich auf der Hut. Einer speziellen Ansprache seitens der Kreisleitung bedarf es dafür allerdings nicht. „Die Feuerwehren sind informiert, mit dem Thema vertraut und dementsprechend wachsam“, versichert Krok.

Erst ab Gefahrenstufe 5 würden weitere Maßnahmen – auch in Abstimmung mit dem Landkreis – diskutiert, und die Alarmbereitschaft bei den Wehren und in der Bevölkerung zusätzlich gestärkt.

Bei den Niedersächsischen Landesforsten herrscht indes bereits erhöhte Alarmbereitschaft. Auch wenn Forstoberrat Eckard Klasen, Leiter des Forstamtes Südostheide, im IK-Gespräch betont, dass derzeit frisches Grün im Wald vorherrscht. Gefahrenstufe 4 im Juni sei nicht so dramatisch wie Stufe 4 im August, wenn es im Wald schon viel trockener sei. „Das ist dann problematischer“, hält Klasen fest. Daher sei die Entzündungsgefahr aktuell niedriger einzustufen.

Bereits ab Waldbrandgefahrenstufe 3 wird die Überwachungszentrale der Landesforsten in Lüneburg besetzt. Von 10 bis 19 Uhr sitzen dann speziell geschulte Forstleute vor fünf Bildschirmen und werten die Aufnahmen der 20 Waldbrandüberwachungskameras des automatisierten Früherkennungssystems aus. Sobald eine der hochempfindlichen Kameras mit Rundumblick Rauchentwicklung aufspürt, erfolgt eine automatische Meldung an die Zentrale.

Diese Rauchentwicklung wird dann in der Zentrale ausgewertet und lokalisiert, damit sofort die zuständige Feuerwehrleitstelle alarmiert werden kann.

Damit es möglichst gar nicht erst dazu kommt, fordern Landesforsten und Krok die Bevölkerung auf, vorsichtig und wachsam zu sein. Offene Feuer oder das Grillen in Waldnähe sei tabu. Genauso wie das Rauchen im Wald und das unachtsame Entsorgen von Zigarettenkippen, etwa durchs Werfen aus dem Auto. „Auch Flaschen oder Dosen, die in die Landschaft oder aus dem Auto geworfen werden, können zu einem Brand führen“, weiß Krok. Zudem sollte man Fahrzeuge mit Katalysator nicht auf bewachsenen Seitenstreifen oder trockenem Gras abstellen.

Von Steffen Schmidt

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare