Erdbeben und Sturmfluten

KVK Gifhorn bildet sich für Katastrophenfälle weiter

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Die Mitglieder des KVK Gifhorn, des THW und der Feuerwehr sowie Mitarbeiter des Landkreises Gifhorn (hier an der FTZ) besichtigten bei der Weiterbildung auch die Netzleitstelle der Avacon AG in Salzgitter. 

Gifhorn – Zu den wesentlichen Aufgaben des Kreisverbindungskommandos Gifhorn (KVK) gehört auch die umfassende Weiterbildung in Sachen Möglichkeiten der Hilfeleistungen in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.

Und so hatte der Leiter des KVK Gifhorn, Oberstleutnant der Reserve und Diplom-Ingenieur Peter Unruh aus Hankensbüttel, am Freitag zu einer gemeinsamen Weiterbildung in die Feuertechnische Zentrale (FTZ) nach Gifhorn eingeladen. Unter den Teilnehmern auch Matthias Rüger, zuständig beim Landkreis Gifhorn für Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Gewerbe mit Alexander Hagenbach und Thomas Betker sowie Vertreter des Technischen Hilfswerks und der Freiwilligen Feuerwehr. Die weiteste Anreise hatte allerdings Oberstabsgefreiter Tobias Witten von der RSU-Kompanie Odenwald, der gerade die Ausbildung zum Reserveoffizier anstrebt.

Peter Unruh, Oberstleutnant der Reserve, referierte über die Hilfeleistungen im Katastrophenfall.

Nach einem gemeinsamen Frühstück referierte Unruh zunächst über die Hilfeleistungen und Einsatzoptionen der Bundeswehr im Katastrophenfall. Dabei zeigte er auch Schadensszenarien auf, die durch Extremwetterlagen, Erdbeben, Erdbewegungen, Flächenbrände sowie Hochwasser oder Sturmfluten entstehen können. Zu den Aufgaben zählt es aber auch, radiologische, nukleare, chemische und biologische Gefahren bei Transportunfällen zu erkennen und zu beseitigen. Die Schadensszenarien umfassen zudem Massenanfälle von Verletzten, den Absturz kosmischer Flugkörper, Gefährdung durch Kampfmittel aus Altlasten, Terrorismus, Anschläge, Attentate und Sabotage.

In seinem zweiten Vortrag, den Unruh für den erkrankten Major Volker Elbers hielt, ging es um die Entwicklung der elektrischen Energieversorgung. Am aktuellen Beispiel des Stromausfalls in Venezuela machte der Redner deutlich, wie wichtig es sei, eine Stromversorgung im Ernstfall aufrecht zu erhalten. Denn elektrische Energie lasse sich im Netz nicht ohne Weiteres speichern. Zu einem umfassenden Bild diente auch der anschließende Besuch bei der Netzleitstelle der Avacon AG in Salzgitter. Dort wurden die Teilnehmer durch einen Vortrag mit anschließender Führung von Dirk Hanek über die entsprechenden Maßnahmen im Katastrophenfall informiert.

Nach der Rückkehr von ihrer Dienstreise verabschiedete der Leiter des KVK Gifhorn die 15 Teilnehmer in das Wochenende.

VON SIEGFRIED GLASOW

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