Auch im Landkreis Gifhorn sind die Täter in der Urlaubszeit besonders aktiv

Einbrecher auf der Lauer

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Urlaubszeit heißt auch im Landkreis Gifhorn Einbruchszeit. Man sollte dafür sorgen, dass der Briefkasten während der Abwesenheit regelmäßig geleert wird. 

Landkreis Gifhorn. Urlaubszeit ist auch im Landkreis Gifhorn Einbruchszeit. Die Hauptzeiträume für die Taten liegen im November und Dezember, aber eben auch im Sommer, wie Manuela Hahne, stellvertretende Sprecherin der Polizeiinspektion Gifhorn im IK-Gespräch festhält.

Über das Jahr gesehen ereignen sich etwa 30 Prozent der Einbrüche in Wohnungen und Häuser im Sommer, so Hahne. Positiv aus ihrer Sicht: Wenn man auf den Zeitraum Juni bis September schaut, seien die Zahlen in 2017 rückläufig gewesen. 2015 gab es in dem Zeitraum 91 Fälle, 2016 waren es 118 („ein Ausreißer“) und 2017 kam es zu 59 Taten.

Bei der Aufklärung der Einbrüche kommt es laut Hahne darauf an, ob es sich um einen regional ansässigen Täter oder durchreisende Kriminelle handelt. Letztere seien schwieriger zu ermitteln. „Man braucht immens viel Personal, um sich auf die Lauer zu legen.“ Denn in Zivil seien Polizeibeamte oft auf Streife unterwegs, auch nachts. „Wir haben großes Interesse daran, dass die Fallzahlen rückläufig sind“, unterstreicht Hahne.

Im kompletten Jahr 2015 kam es im Bereich der Polizeiinspektion zu 278 Einbrüchen, zu 325 in 2016 und zu 197 in 2017.

• In Sachen Prävention betont Hahne, dass aufmerksame Nachbarn wichtig seien. Verdächtige Fahrzeuge und Personen sollten sofort der Polizei gemeldet werden. Während des Urlaubs sollten die Rollläden heruntergelassen und Fenster unbedingt geschlossen werden. Zusätzliche mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern schrecken viele Täter ab. Schlüssel sollten niemals draußen versteckt werden.

Die Bürger sollten dafür sorgen, dass die Post aus dem Briefkasten geleert wird. Bei den Rollläden und beim Licht könnten Zeitschaltuhren gut eingesetzt werden, um eine Anwesenheit vorzutäuschen. Bei Urlaubsgrüßen in sozialen Netzwerken rät die Polizei, sensibel mit der Weitergabe von persönlichen Informationen umzugehen und keine Hinweise auf die Abwesenheit zu geben.

Beratung zum Einbruchschutz gibt es unter praevention@pi-gf.polizei.niedersachsen.de. Interessierte können sich auch unter der Telefonnummer (0 53 71) 98 00 melden.

Von Paul Gerlach

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