Ermittler hoffen auf Hinweise

Eickhorster Mordfall im TV: Gewaltsamer Tod von Zakia M.

Zakia M. wurde am zweiten Weihnachtstag 1994 bei Eickhorst tot aufgefunden. Fotomontage: Polizei
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Zakia M. wurde am zweiten Weihnachtstag 1994 bei Eickhorst tot aufgefunden. Fotomontage: Polizei
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Eickhorst/Gifhorn – Vor fast genau 26 Jahren nahm alles seinen Anfang: Die TV-Sendung „Aktenzeichen XY . . . ungelöst“ wird am Mittwoch, 13. Januar, den Mordfall Zakia M. aufgreifen.

Die Leiche der 28-jährigen Tunesierin war am zweiten Weihnachtstag 1994 in einem Wasserloch bei Eickhorst kurz vor den Toren Braunschweigs aufgefunden worden. Ihr gewaltsamer Tod beschäftigt den Gifhorner Kriminalhauptkommissar Frank Bauerfeld seit Jahren. Seine Kolleginnen und Kollegen und Bauerfeld erhoffen sich durch die Ausstrahlung der Sendung Hinweise, um den unbekannten Mörder zu ermitteln.

Was ist bislang bekannt? Nach derzeitigem Stand war Zakia M. am 13. Dezember 1994 auf dem Flug HF2308 von Tunesien nach Hannover gereist. Auf dem Flug könnte sie eine andere Frau kennengelernt haben, von der sie in den darauffolgenden Tagen besucht wurde. Die Unbekannte, die möglicherweise aus dem Raum Wolfsburg stammt, wird nach wie vor dringend als Zeugin gesucht. Zakia M. hatte zudem weitere Kontakte zu Personen in Wolfsburg und Salzgitter-Lebenstedt. Dementsprechend könnte sie sich laut Polizei dort aufgehalten haben.

Von den Ermittlern wird auch nicht ausgeschlossen, dass es eine Verbindung zwischen Zakia M. und der seit dem 24. Dezember 1994 vermissten 33 Jahre alten Ganya Thielke geben könnte. Letztere verschwand an Heiligabend spurlos. Sie war bis dahin unter dem Spitznamen „NOK“ als Prostituierte in verschiedenen Etablissements in ganz Deutschland tätig und soll dem Glücksspiel nicht abgeneigt gewesen sein. Hinweise nimmt die Polizei Gifhorn unter (05371) 9800 entgegen. „Auch unsere Telefone sind am Mittwoch bis in die Nachtstunden besetzt“, sagt Bauerfeld.

Jahrzehntelang war es zuvor der Polizei nicht gelungen, die Tote am Wasserloch – ihr Gesicht war zertrümmert worden – zu identifizieren. Dann der Durchbruch nach 25 Jahren: Zakia M. konnte durch ein Abstammungsgutachten der Medizinischen Hochschule Hannover eindeutig identifiziert werden.

Dies kam dadurch zustande, dass die Ehefrau des Sohnes von Zakia M. nach fast 25 Jahren eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte. Aufgrund der neuen Erkenntnisse wurde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim dann die Mordkommission Eickhorst II mit weiteren Ermittlungen beauftragt, deren Leiter Bauerfeld ist.

Der Kriminalhauptkommissar wird am Mittwoch live ins Studio zugeschaltet, wenn der Beitrag im ZDF ab 20.15 Uhr zu sehen sein wird. Darin werden die letzten Tage von Zakia M. durch Schauspieler nachgestellt. Noch unklar ist, wo die Tatwaffe geblieben ist. Es handelt sich vermutlich um einen spitzen Gegenstand, mit dem Zakia M. der Schädel eingeschlagen wurde. Der Mörder hat den Gegenstand wohl mitgenommen.

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