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Drogentests auf der B 4 bei Gifhorn

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Beamte der Polizeiinspektion Gifhorn kontrollierten am Mittwochvormittag an der Bundesstraße 4 Verkehrsteilnehmer nicht nur auf ihre Verkehrstüchtigkeit.
Beamte der Polizeiinspektion Gifhorn kontrollierten am Mittwochvormittag an der Bundesstraße 4 Verkehrsteilnehmer nicht nur auf ihre Verkehrstüchtigkeit. © Ohse

Ausbüttel – 17 Polizeibeamte, darunter elf neue Polizeikommissare, waren am Mittwochmorgen auf dem Rastplatz in Ausbüttel bei einer großangelegten Verkehrskontrolle im Einsatz.

Innerhalb von fünf Stunden wurden 70 Autofahrer hinsichtlich ihrer Verkehrstüchtigkeit überprüft. Im Einsatz waren auch zwei Hundeführer mit Rauschgiftspürhunden.

„Die Aktion dient auch dazu, dass unsere neuen Kollegen das erste Mal in der Praxis anwenden können, was sie gelernt haben“, sagte Einsatzleiter Christopher Schulze. Der Mittwoch war somit der praktische Tag einer zweitägigen Fortbildung zum Thema Drogenerkennung im Straßenverkehr. Am Tag zuvor war noch einmal die Theorie durchgenommen worden.

Ein erfahrener Kollege stand dann auf der Bundesstraße 4, die zu einer Fahrspur verengt war, und winkte die zu überprüfenden Fahrer heraus, die dann kontrolliert wurden. „Wir prüfen nicht nur, ob jemand Drogen oder Alkohol zu sich genommen hat, sondern kontrollieren generell“, sagte Schulze. So wurden das Warndreieck und der Verbandskasten angeschaut oder geprüft, ob Ladung richtig gesichert war. Die Fahrer mussten dann die typischen Testverfahren auf Drogenkonsum durchlaufen und falls es Hinweise darauf gab, notfalls eine Urinprobe abgeben.

„Je nach Drogen verändern sich unter anderem die Pupillen, was wir auch in einem dunklen Zelt überprüfen können“, erklärte Schulze. Dazu wurde auf für Drogen- und Alkoholkonsum typische weitere Körperreaktionen geachtet. Falls sich jemand bei positiven Anzeichen weigert, eine Urinprobe abzugeben, kann diese auch angeordnet werden, sagte Schulze. Auf den früher angewendeten Wischtest werde inzwischen in Niedersachsen verzichtet.

Zwei Autofahrer waren am Ende der Kontrolle unter dem Einfluss illegaler Drogen unterwegs, wie Polizeipressesprecher Thomas Reuter bilanzierte. Gegen sie wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln sowie Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Drogenbesitzes eingeleitet. Bei weiteren zehn Pkw-Führern wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unterschiedlicher Mängel an ihren Fahrzeugen eingeleitet.

Keinen Einfluss auf die Fallzahlen bei den Kontrollen spielt übrigens der Wochentag oder die Tageszeit, sagte Schulze. „Wir erwischen am Wochenende genauso viele Autofahrer wie sonst. Auch die Tageszeit spielt da eine untergeordnete Rolle.“ Über die Leistungen der Kollegen sowie die abschließenden Bilanz zeigte sich Schulze sehr zufrieden. VON BURKHARD OHSE

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