Einblick zum Mitmachen

DRK-Bereitschaft stellt in Gifhorn Rettungssparten vor

Bereitschaftsleiter Horst Kraemer (l.) erläuterte die Luftrettung. Mit einem Schwerlastkran zeigten die Retter das Abseilen aus bis zu 30 Metern Höhe.
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Bereitschaftsleiter Horst Kraemer (l.) erläuterte die Luftrettung. Mit einem Schwerlastkran zeigten die Retter das Abseilen aus bis zu 30 Metern Höhe.

Gifhorn. Es war eine Leistungsschau durch alle Sparten. Luftrettung, Wasserrettung und Erste Hilfe an Land zeigte die Gifhorner Bereitschaft im Weilandmoor. Doch die Gäste und Interessierten sollten nicht nur staunen, sondern sich soweit begeistern, dass sie mitmachen wollen.

„Wir veranstalten diesen Tag der offenen Tür auch, um Mitglieder zu gewinnen“, erklärte Bereitschaftsleiter Horst Kraemer. Zwar habe man derzeit rund 70 Mitglieder, die ehrenamtlich in der Bereitschaft Dienst leisteten, aber das sei nicht genug. „Wir können neue Kolleginnen und Kollegen gebrauchen, wir wollen die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen“, sagte Kraemer.

David Skiba (hinten) moderierte für die Zuschauer die realistische Unfallrettung.

Unterteilt ist die Bereitschaft in die Wasserwacht, die Technik, den Sanitätsdienst, den Betreuungsdienst und den Fernmeldedienst sowie die Luftrettung. Jede Abteilung gibt zudem Mitglieder an die Schnelleinsatz-Gruppe SEG ab, erklärte Kraemer. Somit gebe es genug Themengebiete für alle möglichen Interessen.

Und was einen dann erwartet, zeigten die Bereitschaftler ausführlich. David Skiba moderierte die realistische Unfallrettung, David Joho tauchte in dem extra und selbst angefertigten und mit Wasser gefüllten Container und zeigte Übungseinheiten. Holz unter Wasser zu stapeln erwies sich als nicht einfach. „Und wann sieht man schon mal einen Taucher?“, fragte Kraemer. In dem verglasten Container war das möglich.

Gleich daneben demonstrierten Sonja Schirmer und Falk Seipel die Luftrettung. „Wir werden immer dann eingesetzt, wenn es Hochwasserlagen gibt und Menschen in überfluteten Gebieten in Gefahr sind“, sagte Seipel, der aufgrund dieses Ehrenamts schon auf viele Auszeichnungen für Luftrettungen blicken kann. „So wie sich eine Hochwasserlage anbahnt, schnüren wir unsere Sachen“, führte er aus. Vor allem im Osten der Republik war er schon bei den vergangenen Überschwemmungen im Einsatz. Am Samstag demonstrierte ein Schwerlastkran das Abseilen aus bis zu 30 Metern Höhe. Dazu sahen die Besucher aufgebaute Zelte der SEG. „Wir haben da drei Kategorien von Zelten“, erläuterte Kraemer. „Eins für Schwerverletzte, eins für Leichtverletzte und eins für Betroffene. Die werden im Notfall als Behandlungsplatz 25 immer aufgebaut.“

Dazu gab es ebenfalls einen Einblick in Rettungswagen der unterschiedlichsten Kategorien. Für die Kinder gab es außer interessanten Autos Spaß und Spiel. Etliche verließen die Bereitschaft mit geschminkten Gesichtern. Zudem gab es für den Nachwuchs auch die Möglichkeit, sich zu engagieren. Am frühen Nachmittag wurde eine Jugendgruppe der Bereitschaft gegründet. „Für die Betreuung ist ebenfalls gesorgt, einer der Betreuer ist ausgebildeter Erzieher“, sagte Kraemer. Mit dem Zuspruch an Gästen war er jedenfalls schon zufrieden.

Von Burkhard Ohse

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