Im neuen Planungsbereich des Fleckens mit dem Boldecker Land fehlen Hausärzte

Dringender Bedarf an Hausärzten in Brome

Kein Hausarzt: In der Samtgemeinde Brome ist die Versorgung mit Allgemeinmedizinern nicht zufriedenstellend. Es gebe „dringenden Handlungsbedarf“, erklärt die Verwaltung in Gifhorn.
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Kein Hausarzt: In der Samtgemeinde Brome ist die Versorgung mit Allgemeinmedizinern nicht zufriedenstellend. Es gebe „dringenden Handlungsbedarf“, erklärt die Verwaltung in Gifhorn.
  • VonMatthias Jansen
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Landkreis Gifhorn. Die Hoffnung, dass die 2. Gesundheitskonferenz des Landkreises Gifhorn an den Erfolg der Premiere anknüpfen könnte, wurde erfüllt. Die Veranstaltung war gut besucht, sagte Rolf Amelsberg.

„Es sind mehr Teilnehmer gekommen als sich angemeldet hatten“, bilanzierte der Kreisrat für Jugend, Soziales und Gesundheit. 150 Teilnehmer versammelten sich im Rittersaal des Schlosses Gifhorn, um über die Herausforderungen der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum zu reden.

„Die Veranstaltung hat ihren Zweck erfüllt“, meinte Amelsberg. In den sechs Arbeitsgruppen – neben den bereits bestehenden Teams „Ärztliche Versorgung“, „Pflegerische Versorgung“, „Prävention und Gesundheitsförderung“ sowie Hospiz- und Palliativversorgung“ fanden sich die Gruppen „Seelische Gesundheit“ und „Ehrenamt und Gesundheit“ zusammen – kamen die Mitglieder aus dem Gesundheitsbereich ins Gespräch, gaben neue Anstöße zu Projekten.

Gerade in dem Austausch liegt eine Hoffnung der Verwaltung in der Kreisstadt, auf die schwierige Lage im medizinischen und pflegerischen Bereich reagieren zu können. Wie Amelsberg erklärte, gebe es jetzt in der Samtgemeinde Brome einen „dringenden Handlungsbedarf“, um die Versorgung der Bevölkerung durch Hausärzte zu sichern.

Zusammen mit der Samtgemeinde Boldecker Land wird der Flecken – nach der Ablösung von der Stadt Wolfsburg und Velpke – als eigenständiger Planungsbereich aufgefasst. Und ohne die Ärzte aus der Automobilstadt fehlt es in den Gebietseinheiten des Landkreises an Hausärzten.

In diesem Fall hofft der Landkreis, dass sich der Erfolg der 1. Gesundheitskonferenz wiederholen lässt. Erst vor wenigen Wochen war die ärztliche Unterversorgung im Planungsbereich Wittingen – einschließlich der Samtgemeinde Hankensbüttel – behoben worden. Nach einem Gespräch unter Medizinern hatten sich Hausärzte bereit erklärt, sich in der Stadt Wittingen niederzulassen. Die Abdeckung der hausärztlichen Versorgung stieg auf über 100 Prozent an.

Von Matthias Jansen

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