Digitalisierung und Infrastruktur

Landrat Dr. Andreas Ebel gibt Rück- und Ausblick über die Projekte im Kreis Gifhorn

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Die Digitalisierung hält Einzug in den Landkreis. Im Dezember hat Landrat Ebel noch den Spatenstich gesetzt. 2020 sollen die Kabel verlegt werden.

Landkreis Gifhorn – Unter dem Gesichtspunkt und dem Motto „Landkreis Gifhorn – natürlich stark“ blickt Landrat Dr. Andreas Ebel auf das Jahr 2019 zurück.

Vieles von dem, was die Bürger erlebt haben, was die Kreisverwaltung und die Politik angeschoben haben, werde sich auch im neuen Jahr fortsetzen, ist sich Ebel sicher.

Für die Umwelt

Im Frühjahr wurden im gesamten Landkreis Gifhorn in 73 Ortschaften 52 Tonnen Müll gesammelt. Grund genug, den Aktionstag „Sauberer Landkreis“ am 14. März 2020 fortzusetzen. Außerdem wurde für einen ersten Blühstreifen zwischen Knesebeck und Emmen gesorgt. Weitere sollen im Frühjahr 2020 folgen.

Derzeit arbeitet der Kreis an einem Konzept, um Bäume an den Kreisstraßen nachzupflanzen. „So wollen wir den ursprünglichen Alleecharakter vielerorts wiederherstellen“, berichtet Ebel.

Infrastruktur im Fokus

Dr. Andreas Ebel, Landrat

Auch die Straßen standen 2019 im Fokus. Den Auftakt machte die Verkehrsinfrastrukturkonferenz, bei der Ideen für eine Entlastung der Kreisstraße 114 entwickelt wurden. Ebel liege besonders der geplante On-Demand-Verkehr am Herzen, um in ländlichen Regionen unabhängiger vom eigenen Auto zu werden. Die Samtgemeinde Wesendorf sowie Steinhorst und Hankensbüttel sollen als Testgebiete dienen, in denen Kleinbusse, die individuell angefordert werden, die bestehenden Verbindungen erweitern. Mehr als 20 Kilometer Kreisstraßen wurden zudem in diesem Jahr saniert. Außerdem wurde kürzlich das touristische Radwegekonzept beschlossen. Von nun an übernimmt die Kreisstraßenmeisterei des Landkreises die Sanierung und einheitliche Beschilderung aller touristischen Radwege für die Gemeinden. Das umfasst rund 560 Kilometer Radweg.

Hilfe für junge Familien und Senioren

2019 konnte Ebel auch die Hebammenzentrale eröffnen. Dort werden schwangere Frauen beraten und Hebammen vermittelt. Für junge Familien und Senioren gleichermaßen gelte das Angebot der Wohnraumberatung. Auf Wunsch kommen ehrenamtliche Wohnraumberater nach Hause und geben Tipps für ein leichteres und sichereres Leben im Alter in den eigenen vier Wänden. „Um Senioren kümmern wir uns auch weiterhin. Der Auftakt hierfür war der Beschluss für einen Kreisseniorenbeirat“, berichtet Ebel. Die Mitglieder werden im Frühjahr 2020 ihre Geschäftsordnung verabschieden und sich dann aktiv für die älteren Einwohner engagieren.

Investitionen an Schulen

Ums Lernen und Weiterbilden hat sich der Landkreis auch in den Schulen gekümmert. 2019 ist an der Grundschule in Wesendorf zum Beispiel das Modellprojekt einer Klassenassistenz gestartet. Die IGS in Gifhorn hat einen Neubau bekommen, um mehr Unterrichtsräume zu schaffen. Die bestehende Sporthalle in Hankensbüttel wurde saniert und der Neubau einer zweiten Sporthalle wurde beschlossen. Aktuell kümmere sich der Kreis darum, ein regionales „Beratungs- und Unterstützungszentrum inklusive Schule“ einzurichten, bei dem eine unabhängige Person Eltern und Pädagogen über inklusive Beschulung und mögliche Angebote berät.

Digitalisierung hält Einzug

Die Digitalisierung steht ebenfalls im Fokus. Ganz deutlich zeigt sich das beim Thema Breitbandausbau: Im Dezember hat Ebel den Spatenstich für den Breitbandausbau gesetzt. Von Behren aus werden nun die ersten Kabel für den Glasfaseranschluss verlegt. Bewohner in weißen Flecken mit einer Versorgung von unter 30 Mbit/s erhalten so einem Breitbandanschluss.

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