Was jetzt für Schulen, Läden und Kontakte gilt

Die Bundesnotbremse im Kreis Gifhorn

Ein Schild weist auf Maskenpflicht in der Gifhorner Fußgängerzone hin.
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Einzelhändler im Landkreis Gifhorn dürfen ab Samstag mit dem Click&Meet-Konzept wieder öffnen.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Landkreis Gifhorn – Die Veränderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes und die sogenannte „Bundesnotbremse“, die ab diesem Samstag, 24. April, in Kraft treten, machen es nötig: Im Landkreis Gifhorn werden ab diesem Zeitpunkt ebenfalls neue Regeln gelten.

Der Kreis verliert ab Samstag den Status als Hochinzidenzkommune, die Allgemeinverfügung des Landkreises wird somit aufgrund der fehlenden rechtlichen Grundlage aufgehoben. Demzufolge ist es ab Samstag wieder möglich, dass sich ein Haushalt mit zwei weiteren Personen eines gemeinsamen Haushaltes trifft. Darüber hinaus dürfen alle Einzelhändler im Landkreis mit dem Click&Meet-Konzept wieder öffnen – zumindest so lange, bis die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 150 liegt. Liegt sie an drei Tagen wieder über 100, ist ein negativer Schnelltest beim Betreten des Geschäftes nötig.

Die Ausgangssperre kann und wird der Kreis aufrechterhalten. Die Infektionszahlen werden weiter beobachtet, bevor am Montag eine abschließende Entscheidung dazu gefällt wird.

Die Kindertagesstätten und die Großtagespflege im Kreis verbleiben vorerst im Szenario C. Eine Notbetreuung wird angeboten. Auch der Präsenzunterricht ist weiter (mit Ausnahmen) untersagt.

Im Grundsatz gilt ab Samstag: Sobald die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis an einem Dreitagesabschnitt über dem Wert von 100 liegt, ziehen die bundesweit einheitlichen Regelungen. Liegt der Wert unter 100, regelt weiterhin die Corona-Verordnung des Bundeslandes die Maßnahmen. In beiden Fällen sind künftig die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Fallzahlen maßgeblich. Die Gifhorner Kreisverwaltung wird sich in den nächsten Tagen intensiv mit den neuen Maßnahmen des Bundesinfektionsschutzgesetzes auseinandersetzen und Anfang der kommenden Woche dazu umfassend informieren. Es kann aufgrund der Fallzahlen durchaus sein, dass zu diesem Zeitpunkt für den Landkreis bereits die Bundesnotbremse gilt, die bei einer dreitägigen Überschreitung der 100er-Inzidenz nach den RKI-Zahlen automatisch ab dem übernächsten Tag zieht. Die Folge wäre also ein kurzfristiger Wechsel zwischen Lockerungen und Beschränkungen.

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