Messanlagen im Landkreis verzeichneten 2011 nur 24 504 Tempoverstöße

Deutlich weniger Raser

Der Blitzer auf der Kreisstraße 7 südlich von Wesendorf ist eine von 31 stationären Messanlagen im Landkreis Gifhorn. An allen Standorten wurden 2011 insgesamt 24 504 Fahrzeuge geblitzt – mehr als 10 000 weniger als im Vorjahr. Foto: Schossadowski

Landkreis Gifhorn. Die 31 stationären Messanlagen im Landkreis Gifhorn haben 2011 deutlich weniger Raser geblitzt als im Jahr zuvor. Wurden 2010 noch 34 949 Verkehrsverstöße festgestellt, waren es im Jahr darauf nur noch 24 504.

Entsprechend verringerten sich die Einnahmen des Landkreises aus Buß- und Verwarngeldern von 1,37 Millionen auf 980 000 Euro. Diese Zahlen stellte Michael Funke, zuständiger Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung, gestern vor.

„Die im Landkreis aufgestellten stationären Messanlagen zeigen ihre Wirkung“, bilanzierte Funke zufrieden. Denn die Standorte seien den meisten Kraftfahrern inzwischen bekannt und führten dazu, dass die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit immer häufiger eingehalten werde. Die Messanlagen leisteten damit „einen erheblichen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit auf den Straßen im Landkreis Gifhorn“, freute sich Funke. Allerdings sei 2010 auch das Jahr gewesen, in dem es bislang die meisten Verkehrsverstöße gegeben habe.

Nicht zuletzt hätten die Starenkästen eine präventive Wirkung, denn die Zahl der Unfälle im Kreisgebiet im Vergleich zu 2010 um elf Prozent gesunken – von 4416 auf unter 4000. Doch nicht alle Blitzer im Landkreis sind „scharf“ gestellt. „Fünf von ihnen sind zurzeit mit Kameras bestückt, eine sechste ist bestellt“, sagte Funke. Welche Messanlage tatsächlich blitzt, weiß der Kraftfahrer nicht, denn die Kameras werden regelmäßig reihum ausgetauscht. Übrigens ist der Starenkasten auf der B 4 an der Abfahrt Heidland in Gifhorn „einer der Spitzenreiter im Landkreis“, verriet Funke.

Außer dem Landkreis kontrolliert auch die Polizei das Verkehrsgeschehen in der Region Gifhorn. Im vorigen Jahr verzeichnete sie 7984 Verkehrsverstöße, zumeist zu hohes Tempo und zu geringe Abstände von Fahrzeugen. Wird diese Zahl zur Bilanz der stationären Blitzer addiert, ergeben sich für 2011 insgesamt 32 488 ermittelte Verstöße, die Einnahmen von 1,8 Millionen Euro ergaben. Im Jahr zuvor waren es noch 42 314 Fälle bei Einnahmen von 2,17 Millionen Euro. Hinzu kamen 2043 Bußgeldfälle, die bei Abstandsmessungen auf Gifhorner Gebiet der A 2 festgestellt wurden. Hier betrugen die Einnahmen 197 000 Euro.

In Absprache mit der Polizei will der Landkreis nun prüfen, wo es weitere Unfallschwerpunkte in der Region gibt. „Wir werden gemeinsam überlegen, ob wir noch weitere Blitzer aufstellen, sie an anderer Stelle abbauen oder zur präventiven Wirkung noch stehen lassen“, kündigte Funke an. Sollte der Kreistag zustimmen, geht zudem im August südöstlich von Schwülper der erste stationäre Blitzer des Landkreises auf der A 2 in Betrieb (IK berichtete).

Von Bernd Schossadowski

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