„Trotzdem Vorsicht“

Corona-Virus: Mundschutz-Absatz steigt auch im Nordkreis

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Wissenschaftler, wie hier in Marburg, suchen nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus. Solange es den nicht gibt, müssen andere Vorsichtsmaßnahmen her.

Landkreis Gifhorn – Vier bestätigte Fälle von Corona-Virus in Deutschland, dazu immer neue Verdachtsfälle: Das beunruhigt auch manchen Einwohner im Gifhorner Nordkreis. Auch hier werden mehr Mundschutz-Exemplare verkauft als in normalen Zeiten.

Apotheker aus der Region sehen den ländlichen Raum zwar nicht als zentrale Gefahrenquelle, geben aber Tipps, wie man sich vor einer möglichen Ansteckung schützen kann.

Maren Pannek betreibt Apotheken in Rühen und Brome: „Ich kann bestätigen, dass hier mehr Mundschutz-Masken verkauft werden.“ Sie merkt an, dass für Kunden aus ihrem Einzugsgebiet Dienstreisen und Auslandsaufenthalte in gefährdeten Regionen üblich sind. „Natürlich gibt es durch diese Umstände Berührungspunkte, die eine gewisse Vorsicht notwendig machen.“

Ahmed El-Hawari, Apotheker mit Filialen in der Samtgemeinde Wesendorf, will sich einer Panikmache nicht anschließen. „Große Menschenmassen in den Städten machen den Virus natürlich durch die Enge und den unweigerlichen Kontakt so gefährlich.“ Auf dem Land sehe er diese große Ansteckungsgefahr allerdings nicht. „Trotzdem“, so El-Hawari, „ist Vorsicht geboten.“ Der Virus sei auch deshalb so gefährlich, weil der betroffene Patient bis zu 14 Tage symptomfrei bleiben kann, bis die Krankheit ausbricht. „In der Zeit kann man sich allerdings schon anstecken“, so El-Hawari.

Der Gifhorner Amtsarzt Josef Kraft weist auf das „nach dem heutigen Stand“ geringe Risiko für die Bürger der Bundesrepublik hin. Sollte es dennoch zu einer „außergewöhnlichen Situation“ kommen, dann greife ein Infektionsplan des Landkreises, angepasst an die Vorgaben des RKI.

Wer aus China eingereist ist und Symptome wie Fieber, trockenen Husten, Kurzatmigkeit und Atemnot verspürt, der solle sich untersuchen lassen, rät Kraft. Und die beste Prävention sei es, Reisen nach China „zu verschieben“.

VON HILKE BENTES UND HOLGER BODEN

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