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Corona-Todesfälle im Landkreis: Zahlen gebündelt?

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Coronavirus - Intensivstation
Das Personal auf einer Intensivstation kämpft um das Leben eines Corona-Patienten. © Sebastian Gollnow

Landkreis Gifhorn – Seit Beginn der Corona-Pandemie hat der Landkreis Gifhorn 333 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet (Stand: 7. Juni). In Berichten war jüngst zu vernehmen, dass die offiziellen Zahlen der Verwaltung jedoch nicht die tatsächliche Situation wiedergeben würden. Sie seien statistisch zu erklären, hieß es diesbezüglich vom Kreis.

Welcher Fall als Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus gezählt werde, ist laut Verwaltung für die Gesundheitsämter durch das Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegeben. Demnach handele es sich um Corona-Todesfälle, „wenn die verstorbene Person bis zu zwei Monate vor dem Sterbedatum nachweislich mit Corona infiziert war“, so Kreis-Sprecher Jan-Niklas Schildwächter. Entsprechend überprüfe das Gifhorner Gesundheitsamt alle eingehenden Sterbeurkunden auf diesen Sachverhalt. Eine Meldung erfolge danach an das Niedersächsische Landesgesundheitsamt sowie das RKI.

Grundsätzlich seien aber die Samtgemeinden und Städte für die Ausstellung der Sterbeurkunde zuständig – mit anderen Worten: die Standesämter. Von ihnen erhält die Kreisverwaltung die Daten, wie Schildwächter erklärt – unter Umständen auch als Zusammenfassung: „Dass es seitens der Standesämter Bündelungen gibt, ist möglich, liegt aber nicht im Zuständigkeitsbereich der Kreisverwaltung“, so der Sprecher.

Die Kreisverwaltung selbst melde die Todesfälle nach Erhalt und gemäß der RKI-Vorgaben. Eine darüber hinaus gehende statistische Differenzierung werde vom Kreis nicht vorgenommen.

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