Belegschaft im Gifhorner Werk reagiert mit erneuter Arbeitsniederlegung auf „schleppende Verhandlungsführung“

Continental: Wieder ein Warnstreik

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Bereits am 11. Januar kam es bei Conti-Teves in Gifhorn zu einem Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. 

Gifhorn. Wieder ein Warnstreik: Die Belegschaft von Continental Gifhorn geht am heutigen Mittwoch ab 10.15 Uhr in den zweiten Warnstreik der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie.

Rund 700 Kolleginnen und Kollegen aus der Früh- und Normalschicht sind aufgerufen, ihren Unmut über die schleppende Verhandlungsführung der Metall-Arbeitgeber zum Ausdruck zu bringen. Lothar Ewald, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg: „Die Arbeitgeber müssen wissen, dieser Warnstreik ist ein letzter Schuss vor den Bug. Niedersachsen-Metall muss sich jetzt endlich bewegen. Mit der Totalverweigerungstaktik der Arbeitgeber kommen wir nicht weiter. Die IG Metall wird nicht ohne Lösungen für das gesamte Forderungspaket aus der Tarifrunde gehen. Eine weitere Eskalation des Konflikts mit ganztägigen Warnstreiks ist darum nicht mehr auszuschließen. “.

Burkhard Häusler, Betriebsratsvorsitzender von Continental Gifhorn: „Die Arbeitgeber haben weder ihr unanständiges Angebot beim Entgelt verbessert, noch zeigen sie bei der Forderung nach einem Entgeltzuschuss bei Arbeitszeitverkürzung wegen Kindererziehung, Pflege oder belastenden Arbeitszeiten überhaupt irgendeine Gesprächsbereitschaft. Im Gegenteil, sie wollen uns noch länger arbeiten lassen.“

Die Warnstreikaktion beginnt am heutigen Mittwoch um 10.15 Uhr am Werkstor von Continental Gifhorn. Ein Demonstrationszug wird sich gegen 10.30 Uhr über die Braunschweiger Straße in Richtung Schillerplatz in Bewegung setzen. Auf dem Schillerplatz sprechen neben Ewald und Häusler auch Stefan Körzell, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes, sowie weitere Vertreter aus umliegenden Betrieben.

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