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Conti soll halbiert werden

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Von: Jens Schopp

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Lothar Ewald (4. v. r.) und Mitglieder des Betriebsrats von Continental Teves informierten gestern die Belegschaft.
Lothar Ewald (4. v. r.) und Mitglieder des Betriebsrats von Continental Teves informierten gestern die Belegschaft. © Schopp

Gifhorn. In acht Jahren sollen bei Continental Teves in Gifhorn nur noch 800 Menschen arbeiten. Das wäre die Halbierung der aktuellen Belegschaft.

„Falls in den Verhandlungen kein Ergebnis erzielt werde, habe das Werk keine Zukunft, ist uns mitgeteilt worden“, sagt Lothar Ewald, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg. Betriebsrat, Gewerkschaft und Conti-Management saßen vergangenen Montag erneut zusammen, um über die Zukunft des Standortes zu verhandeln.

Laut Pressemitteilung vom Montag will Conti unter anderem, „einen gemeinsamen Weg zu finden, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“. Ewald schildert seine Eindrücke von dem Gespräch etwas anders: „Wenn zu Beginn der Sitzung gedroht wird, ‘wenn wir dem Stellenabbau auf 800 Beschäftigte nicht zustimmen, wird betriebsbedingt gekündigt’, dann nenne ich das Erpressung“, sagt der Gewerkschafter. Er kündigte für Mitte August Aktionen der Belegschaft an.

Bisher war bei Conti in Gifhorn von 680 Stellen die Rede, die wegfallen sollen. Aktuell produzieren rund 1600 Menschen Bremsen-Komponenten und Stoßdämpfer für diverse Autobauer. Und eigentlich sollten für Renault Elektromotore im großen Stil das Gifhorner Werk verlassen. Das Geschäft läuft nicht, was der Hauptgrund der Krise bei Continental Teves ist. „Die Conti-Konzernführung weigert sich bisher, Perspektiven und Alternativproduktionen für den Standort Gifhorn aufzuzeigen“, schimpft Ewald.

Von Jens Schopp

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