Bus, Rad oder dritte Spur?

Bürger und Experten diskutieren in Gifhorn über Möglichkeiten der K 114

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Im Schloss Gifhorn kamen Bürger und Experten über die K 114 ins Gespräch.

Gifhorn – Die Entwicklung der K 114 zwischen Gifhorn und Wolfsburg stand im Mittelpunkt der 2. Verkehrsinfrastrukturkonferenz des Landkreises gestern Abend im Schloss Gifhorn. Sie ist mit rund 20.000 Pkws täglich die meist befahrene Kreisstraße.

In drei moderierten Dialogen suchten Bürger und Experten gemeinsam nach Optimierungsmöglichkeiten.

So wurde diskutiert, ob ein Radschnellweg sinnvoll wäre. Viele Pendler würden täglich zur Arbeit radeln. Ein Schnellweg erschien diesen nur sinnvoll, wenn es ein komplettes Wegenetz vom heimischen Herd zum Arbeitsplatz gebe. „Das Problem scheint auch innerstädtisch zu liegen“, meinte Dialogmoderator Heiko Biesler.

Den öffentlichen Nahverkehr würden mehr Menschen nutzen, wenn dieser schneller wäre. Zudem müsse er gut getaktet, verlässlich und weiter ausgebaut werden. Auch müssten die Busse mit USB-Ladebuchsen, WLAN und Klimaanlagen komfortabler werden. „Es kam aber auch heraus, dass viele das bestehende Angebot nicht gar nicht kennen“, sagte Jürgen Hofmann.

Eine dritte Fahrspur favorisierten viele. „Das ‘Wie’ war der Knackpunkt“, sagte Thomas Pfeiffer. Man konnte sich eine Busspur, aber auch Wechselverkehr vorstellen. Auch sollte über eine andere Ampelschaltung und mehr Kreisel nachgedacht werden.

Landrat Andreas Ebel lobte die hervorragende Resonanz und sagte: „Die Ergebnisse aus den Dialogen sind vielversprechend und diese Ideen werden wir nunmehr auswerten.“

Er wolle bald der Politik konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf der K 114 vorschlagen.

VON DENNIS TESCH

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