Neubau an B 4 in Gifhorn könnte sich verzögern / Arbeiten auch bei Breitenhees

Brücken-Abriss erst später?

Die alte Brücke der B 4 in Gifhorn hat ihre Tragfähigkeit eingebüßt und soll 2014 abgerissen und erneuert werden. Doch der bisherige Zeitplan könnte ins Wanken geraten. Archivfoto: Ohse

Landkreis Gifhorn. Der Abriss der alten Brücke der B 4 in Gifhorn und der anschließende Bau zweier neuer Brücken beginnt möglicherweise später als erwartet.

Eigentlich sollten die Arbeiten im Frühjahr 2014 aufgenommen werden (das IK berichtete), doch dieser Zeitplan könnte sich verzögern. Das deutet Carina Eberwein, Mitarbeiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel, jetzt im IK-Gespräch an.

„Wir warten noch auf Unterlagen, die zwingend erforderlich sind, bevor die Planungen weitergehen können“, sagt Eberwein. So fehle noch der Planfeststellungsbeschluss seitens des Landkreis Gifhorn. Erst wenn dieser vorliege, könne die Behörde die Ausschreibungen für die Arbeiten starten. Parallel dazu stimme man sich mit dem niedersächsischen Verkehrsministerium ab. Auch von dort sei noch eine wichtige Genehmigung erforderlich. Ob sich der anvisierte Baubeginn realisieren lässt, kann Eberwein nicht sagen. Die Behörde rechne nicht mehr damit, dass die Arbeiten „bereits zum sofortigen Frühlingsbeginn“ starten können.

Wie berichtet, soll die alte Brücke der B 4 durch ein komplett neues, vierspuriges Bauwerk mit höheren Lärmschutzwände ersetzt werden. Pro Fahrtrichtung wird eine eigene Brücke mit jeweils zwei Fahrspuren errichtet. Das bisherige Bauwerk über der Celler Straße stammt von 1966 und ist nur noch vermindert tragfähig.

Auf jeden Fall wird an dieser zentralen Stelle in Gifhorn ein Nadelöhr entstehen. Denn für eineinhalb Jahre, so die Auskunft der Wolfenbütteler Behörde, soll der Verkehr während der Bauarbeiten umgeleitet werden. Die erste der beiden geplanten Brücken soll nach bisherigen Planungen Ende 2015 oder Anfang 2016 für den Verkehr freigegeben werden, die andere voraussichtlich im Herbst 2016. Die Gesamtkosten von etwa 15 Millionen Euro werden vollständig vom Bund getragen.

Auch in direkter Nachbarschaft des Isenhagener Landes stehen im kommenden Jahr Fahrbahnarbeiten an, wenn auch nicht in dem Umfang wie an der Brücke in Gifhorn. Nach Auskunft der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg soll ein besonders marodes Teilstück erneuert werden: die B 4 südlich von Breitenhees (Kreis Uelzen) in Richtung Sprakensehl. Dort ist der Asphalt auf beiden Fahrstreifen aufgebrochen.

„Wir sind schon dabei, ein Konzept zu entwickeln“, sagt Annette Padberg, Vertreterin der Geschäftsbereichsleitung in Lüneburg. Zunächst soll ermittelt werden, wie viel von der Asphaltschicht beseitigt werden muss. „Spätestens im Frühjahr nächsten Jahres“ werde die Sanierung in Angriff genommen. Eine kurzfristige, vorübergehende Lösung hält die Behörde nicht für erforderlich. „Verkehrsgefährdend ist der Zustand sicherlich nicht“, sagt Padberg.

Auch die B 191 zwischen Breitenhees und der Uelzener Kreisgrenze in Richtung Celle soll erneuert werden – und zwar unter Vollsperrung. Dort weist ein Abschnitt von etwa 3,5 Kilometern erhebliche Schäden auf. Der Start der Arbeiten ist für dieses Quartal vorgesehen.

Von Bernd Schossadowski und Diane Baatani

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