Wirtschaftsausschuss: Breitband soll den Rest des Landkreises Gifhorn erreichen

Breitband im Kreis Gifhorn: Schwarze Flecken, Schulen, Krankenhäuser

Auch 40 000 Haushalte in den „schwarzen Flecken“, sowie 52 Schulen und Krankenhäuser sollen künftig an das Glasfasernetz angeschlossen werden. 
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Auch 40 000 Haushalte in den „schwarzen Flecken“, sowie 52 Schulen und Krankenhäuser sollen künftig an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Landkreis Gifhorn – Die „weißen Flecken“ im Land sollen durch Giffinet abgedeckt werden, das steht schon länger fest. Doch wie sieht es bei den „schwarzen Flecken“ aus?.

Als „schwarze Flecken“ gelten Bereiche, die als ausreichend versorgt gelten. Doch die net services Netz GmbH will auch hier die Nachfrage mit der Marke Giffinet bedienen. Darüber wurden auch bereits die Bürgermeister der betroffenen Kommunen im Landkreis Gifhorn in Kenntnis gesetzt, erklärte Jörg Burmeister, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Gifhorn, im jüngsten Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Regionalentwicklung.

Am 8. Oktober seien die Bürgermeister zu einer Veranstaltung eingeladen worden, berichtete Burmeister. Dabei wurden sie informiert, dass die net services Netz GmbH insgesamt rund 40 000 Haushalte eigenwirtschaftlich mit Glasfaser versorgen wollen. Die Konditionen ähneln dabei denen in den „weißen Flecken“. Allerdings gibt es eine Mindestanschlussquote von 60 Prozent. Aber auch weitere Telekommunikationsunternehmen sind mit den Gemeinden im Kreisgebiet im Kontakt, um einen eigenwirtschaftlichen Ausbau voranzutreiben. Jüngstes Beispiel: Eischott (das IK berichtete).

Der Erste Kreisrat Thomas Walter ergänzte zu dem Glasfaserausbau: „Seitens der Verwaltung dürfen wir net services nicht bewerben.“ Es sei lediglich der Wunsch der Verwaltung, dass Telekommunikationsunternehmen jeweils immer den ganzen Ort an das Glasfasernetz anschließen. „Und nicht 20 Haushalte auf der Strecke bleiben.“

Darüber hinaus sollen 52 Schulen und Krankenhäuser mit Glasfaser versorgt werden. Derzeit wird eine Planung für die Erschließung von 52 förderfähigen Standorten erstellt, erklärte Burmeister. Damit einher gehen konkrete Kostenschätzungen für den Förderantrag. Gleichzeitig wird eine juristische Projektbegleitung ausgeschrieben. Auf Nachfrage erklärte Burmeister: „Dies ist nötig, da es sich um eine europaweite Ausschreibung handelt.“

Nach dem Abschluss der Planung ist die Beantragung von Fördermitteln beim Bund geplant. Der Fahrplan sieht dann wie folgt aus:

• 1. Quartal 2021: politische Beschlüsse, Antragstellung, Ausschreibung juristischer Projektbegleitung

• 2. Quartal 2021: Ausschreibung Netzplanung, Ausschreibung Netzbetrieb

• 3. Quartal 2021: Vergabe Netzbetrieb, Vergabe Netzplanung

• 4. Quartal 2021: Erstellung und Veröffentlichung der europaweiten Bauausschreibung

• 1. Quartal 2022: Auswertung und Vergabe der Bauleistungen

• 2. Quartal 2022: Baubeginn des Glasfasernetzes für  Schulen und Krankenhäuser im Kreisgebiet.

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