Großbrand in Gifhorner Gaststätte / Ursache offenbar technischer Defekt

Brauhaus in hellen Flammen

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Das Altgebäude des Gifhorner Brauhauses wurde am frühen Montagmorgen durch ein Feuer weitgehend zerstört. Mehr als 50 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Menschen kamen bei dem Brand aber nicht zu Schaden.

bb/bs Gifhorn. Die Gifhorner Gaststätte Brauhaus ist in der Nacht zum Montag durch einen Großbrand erheblich beschädigt worden. Menschen wurden dabei jedoch nicht verletzt.

Die Ermittler der Polizeiinspektion Gifhorn gehen davon aus, dass das Feuer durch einen technischen Defekt in der veralteten Verkabelung des Gebäudes entstanden ist.

Nach Polizeiangaben bemerkte ein Nachbar des Brauhauses gegen 1.55 Uhr morgens, dass meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl des Altgebäudes der Gaststätte schlugen. Daraufhin alarmierte der Mann die Feuerwehr. Nur wenige Minuten später traf die Ortswehr Gifhorn mit zahlreichen Einsatzkräften am Brandort ein und begann mit den Löscharbeiten. Menschen befanden sich glücklicherweise nicht im Gebäude.

Ralf Müller, Brandmeister von Dienst, ließ sofort Vollalarm für die Gifhorner Feuerwehren auslösen. Zudem evakuierten Polizeibeamte vorsorglich angrenzende Wohnhäuser, weil zu diesem Zeitpunkt ein Übergreifen der Flammen nicht auszuschließen war.

„Als ich ankam, brannte der Dachstuhl bereits in voller Ausdehnung“, berichtete Müller dem IK. Zuerst bekämpften die Einsatzkräfte von der Drehleiter aus die Flammen im Dachstuhl. „Die Brandschutzwand im Gebäude, die die Bereiche trennt, hat das Feuer aufgehalten. So blieb der Brand auf den alten Bereich der Gaststätte beschränkt“, erklärte Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Matthias Küllmer.

Mit mehreren C-Rohren löschten die Feuerwehrleute unter Atemschutz den Dachstuhl. Der Löschangriff erfolgte auch von der Rückfront aus. Gegen 3.30 Uhr war der Brand schließlich unter Kontrolle. Die weiteren Löscharbeiten dauerten noch bis zum Morgengrauen. Insgesamt waren 54 Feuerwehrleute im Einsatz.

„Ich bin total erschüttert“, sagte Werner Beilke, Pächter des Brauhauses. „Zum Glück sind heute keine Gäste da.“ Während Mitarbeiter- und Hotelzimmer von den Flammen zerstört wurden, blieben die Küche und der Gaststättenbereich vom Brand verschont. Nur das Ausmaß des Wasserschadens durch die Löscharbeiten lässt sich noch nicht abschätzen.

Noch in der Nacht nahmen Spezialisten der Polizeiinspektion Gifhorn die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach den bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass das Feuer durch eine defekte Verkabelung im Gebäude verursacht wurde. „Der Brand entwickelte sich höchstwahrscheinlich im ersten Obergeschoss des unter Denkmalschutz stehenden Bereiches“, sagte Polizeisprecher Thomas Reuter. „Das Feuer dehnte sich in der Folge auf den gesamten Altbaubereich aus und zerstörte diesen zu einem Großteil.“ Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa 300 000 Euro.

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