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Brandserie in Gifhorn: Mutmaßlicher Täter angeklagt

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Oft brannten in Gifhorn Müllcontainer. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Brandstifter erhoben.
Oft brannten in Gifhorn Müllcontainer. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Brandstifter erhoben. © Privatfoto

Landkreis Gifhorn/Hildesheim. Der mutmaßliche Brandstifter, der über ein Jahr lang im Stadtgebiet Gifhorn in unregelmäßigen Abständen Müllcontainer angezündet haben soll, wird sich demnächst vor dem Jugend-Schöffengericht am Amtsgericht Gifhorn verantworten müssen.

Gegen den 20-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim Anklage erhoben.

Außerdem gegen drei weitere Jugendliche (21, 24 und 26 Jahre alt). Ihnen wird vorgeworfen, insgesamt sieben gemeinschaftliche gewerbsmäßige Einbruch- sowie drei versuchte gewerbsmäßige Einbruchdiebstähle in wechselnder Beteiligung begangen zu haben, so die Anklagebehörde in einer Pressemitteilung.

Der mutmaßliche Brandstifter soll zwischen dem 30. Dezember 2013 und dem 21. November vergangenen Jahres in Gifhorn elf Altpapier- beziehungsweise Müllcontainer angesteckt haben. Am 21. November soll er versucht haben, ein Wohnhaus in Brand zu setzen. Dazu soll er eine Restmülltonne angezündet haben, die unmittelbar an der mit dem Haus verbundenen Garage gestanden haben soll. Ein Übergreifen des Feuers auf das Haus konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

Der Angeschuldigte konnte noch in Tatortnähe gefasst werden und wurde vorübergehend in die Psychiatrie eingewiesen, wo er später auch begutachtet wurde. Das Ergebnis hinsichtlich seiner Schuldfähigkeit stehe noch aus, so die Staatsanwaltschaft. Als Motiv habe er bei seinem Geständnis angegeben, aus Verärgerung über den Müllentsorger gehandelt zu haben, bei dem er zeitweise gearbeitet habe, aber nicht angemessen entlohnt worden sei.

Die ebenfalls angeklagten drei Jugendlichen sollen zwischen dem 22. September und 24. Oktober 2014 in Isenbüttel, Gifhorn, Weyhausen und Meine in mehrere Verkaufsmärkte, zwei Gaststätten und eine Postfiliale eingebrochen sein, um dort mit einem Trennschleifer die Tresore zu knacken. In zwei Fällen sollen sie erfolgreich gewesen sein.

Bei einem Einbruch in eine Gaststätte sollen sie einen Zigarettenautomaten aufgebrochen und Bargeld sowie Zigaretten im Wert von 300 Euro erbeutet haben. In einem Getränkemarkt sollen sie Dutzende Stangen Zigaretten, Schnaps und Süßigkeiten im Gesamtwert von 4000 Euro mitgenommen haben.

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