Mehr Geburten in der Samtgemeinde und höhere Anmeldezahlen am Gymnasium

Boom in Hankensbüttel

Die Zahl der Geburten in der Samtgemeinde Hankensbüttel ist im Jahr 2011 leicht gestiegen. Auch die Anmeldungen von Fünftklässlern im dortigen Gymnasium haben zugenommen. Foto: dpa

Landkreis Gifhorn. Das Gymnasium Hankensbüttel erfreut sich großer Beliebtheit und kann für das kommende Schuljahr mit weiter steigenden Anmeldezahlen rechnen.

Das erklärte jetzt Karsten Kreutzberg, zuständiger Fachbereichsleiter beim Landkreis Gifhorn, in der Sitzung des Kreis-Schulausschusses. Der Prognose liegen die Elternwünsche bei der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse an den Grundschulen im Januar zugrunde.

140 Fünftklässler sind zum Schuljahresbeginn 2011/12 aufs Hankensbütteler Gymnasium gewechselt. Es liegt somit kreisweit an zweiter Stelle hinter der IGS Sassenburg (150 Schüler). Es folgen das Gifhorner Humboldt-Gymnasium (HG) mit 128 und das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) mit 123 Übergängen, dahinter das Philipp-Melanchthon-Gymnasium Meine (109) und das Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen (106).

Für das Schuljahr 2012/13 prognostiziert die Kreisverwaltung sogar 147 Anmeldungen von Fünftklässlern im Gymnasium Hankensbüttel, 131 im HG und 135 im OHG. In der IGS Sassenburg wird nach Einschätzung des Landkreises erneut die maximale Aufnahmegrenze von 150 Schülern erreicht. „Es gibt zudem ein erhöhtes Interesse an der Beschulung in Wolfsburg und Braunschweig“, sagte Kreutzberg.

Unverändert rückläufig ist hingegen die Geburtenentwicklung im Landkreis Gifhorn. 2010 kamen hier noch insgesamt 1409 Kinder auf die Welt, im darauffolgenden Jahr waren es nur noch 1266 – ein Minus von etwa zehn Prozent. Ähnlich sieht es in der Stadt Gifhorn aus. Dort verringerte sich die Zahl der Geburten im selben Zeitraum von 377 auf 319, was einem Rückgang von mehr als 15 Prozent entspricht.

Dabei haben sich die Geburtenzahlen im Isenhagener Land zwischen 2010 und 2011 unterschiedlich entwickelt. In der Stadt Wittingen sanken sie von 79 auf 71, in der Samtgemeinde Wesendorf von 124 auf 116 und in der Samtgemeinde Brome von 129 auf 116. Ein leichtes Plus verzeichnete hingegen die Samtgemeinde Hankensbüttel, in der sich die Geburtenzahl von 55 auf 61 erhöhte.

Die Zahl der Einwohner im Alter bis 18 Jahren ist kreisweit gesunken. 2010 wurden noch 35 492 Kinder- und Jugendliche in dieser Altersgruppe gezählt, ein Jahr später waren es nur noch 34 512. Das bedeutet einen Rückgang um 2,8 Prozent. Besonders gravierend ist die Situation in der Stadt Wittingen. Dort ist die Zahl der Minderjährigen um 4,5 Prozent gesunken – Minusrekord im Landkreis.

„Diese Zahlen werden wir in unsere Schulentwicklungsplanung einbeziehen. Sie sind eine Planungsgröße für weitere Entscheidungen“, sagte Fachbereichsleiter Kreutzberg.

Von Bernd Schossadowski

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