1397 kontrollierte Fahrzeuge

Blitzmarathon in Gifhorn: 32 Fahrer zu schnell

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Auf einer Brücke in der Nähe des Kästorfer Friedhofes hatten sich die Polizeibeamten mit einem ihrer Lasergeräte postiert, um die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos zu messen. Fotos (2): Behrens

LANDKREIS GIFHORN - Im Rahmen des landesweiten Blitzmarathons blitzt die Gifhorner Polizei an vier verschiedenen Messorten im Landkreis.

Von Kästorf an der B 4 sowie Wichelförth und Neuhaus an der B 188 bis hin zum Unfallschwerpunkt Brenneckenbrück wechselten die Beamten im Laufe des Tages ihre Standorte. Um 13 Uhr ging es los: Drei Verstöße bereits in den ersten 25 Minuten.

„Eigentlich sind die Messorte allen bekannt und sind im Internet sogar einsehbar“, wunderte sich Polizeihauptkommissar Winfried Enderle. „Die meisten sehen uns erst, wenn die Messung bereits abgeschlossen ist. Die Laserpistolen sind auf bis zu 1000 Meter geeicht und messen bei 100 Stundenkilometern mit einer Toleranz von drei Prozent“, erklärte er. „Wir bevorzugen dieses Verfahren, da durch das Anhalten der Pkw ein Kontakt zu den Fahrern entsteht und wir so auch aufklärende Gespräche führen können“, sagte er. Per Funk wurde das Kennzeichen sofort an die drei weiteren Kollegen weiter gegeben, die in knapp zwei Kilometer entfernt mit ihrem Dienstfahrzeug an der Krümme standen und Verkehrssünder herauswinkten, um deren Personalien auf zu nehmen.

Die Fahrerin dieses Pkw hatte 115 Stundenkilometer auf dem Tacho und muss „nur“ ein Verwarngeld zahlen.

Eine der Messstellen war die B 4 in Höhe des Kästorfer Friedhofs. Hier stand das Polizeifahrzeug auf der Brücke und konnte somit die Straße gut einsehen. Enderle überwachte mit einem jungen Bereitschaftspolizisten die Geschwindigkeit. Erlaubt sind 100 Stundenkilometer. Gleichzeitig achteten beide auch auf das dort beginnende Überholverbot. Gegenüber dem Abzweig nach Wagenhoff wurden die Fahrzeuge dann angehalten. Spitzenreiter am frühen Nachmittag: Ein 28-jähriger Mann aus Steinhorst wurde mit 131 Stundenkilometern angehalten. „Ich habe gerade zwei Fahrzeuge vor mir überholt, die mit 85 Stundenkilometern fuhren“, war sein Kommentar. Später erzählte er noch, dass er im Juli 2013 ein Fahrverbot von vier Wochen hatte. Ihm droht wieder ein Fahrverbot von vier Wochen, da es weniger als ein Jahr her ist.

Bis Dienstagabend um 20 Uhr kontrollierten die Beamten laut Einsatzleiter Michael Klusmann 1397 Fahrzeuge. „Die Autofahrer waren sehr diszipliniert.“ Es wurden 32 Verstöße festgestellt. Eine Strafanzeige wurde wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gefertigt. Hinzu kamen wegen überhöhter Geschwindigkeit zehn Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 18 Verwarngelder.

Von Nina Feith und Bernd Behrens

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