Unwetter-Nächte über dem Isenhagener Land

Blitze im Akkord und heftige Böen

Die Wittinger Feuerwehr war am Donnerstag von 6.40 bis 8.10 Uhr mit 14 Leuten im Einsatz und beseitigte eine 20 Meter hohe Eiche, die eine Regionalbahn an der Weiterfahrt hinderte.
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Die Wittinger Feuerwehr war am Donnerstag von 6.40 bis 8.10 Uhr mit 14 Leuten im Einsatz und beseitigte eine 20 Meter hohe Eiche, die eine Regionalbahn an der Weiterfahrt hinderte.

bo Isenhagener Land. Das Isenhagener Land im Unwetter-Stress: Für die letzte Nacht warnte der Deutsche Wetterdienst vor schweren Gewittern mit heftigem Regen (zum Teil über 40 Liter/Quadratmeter), Orkanböen über 120 Stundenkilometer und Hagel mit 5 Zentimetern Körnerdurchmesser.

Schon in der Nacht zu gestern hatte die Atmosphäre sich über dem Gifhorner Nordkreis entladen, mit unzähligen Blitzen und zum Teil heftigen Böen. Die Folge: In mehreren Orten mussten Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu sägen. Gemeldet wurde solches aus Hankensbüttel, Knesebeck, Wunderbüttel, Vorhop, Oerrel und Plastau. Gestern Morgen gegen 6.30 Uhr wurde zudem bemerkt, dass auf die Bahnstrecke zwischen Wittingen und Eutzen ein Baum gekippt war. Die Wittinger Feuerwehr beseitigte das Hindernis. Personenschäden wurden nicht gemeldet.

IK-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski berichtet, im Raum Lüneburg-Uelzen seien am späten Mittwochabend zwischen 23 und 24 Uhr insgesamt 9000 Blitze gezählt worden – das sind 3 pro Sekunde. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Zakrzewski, „das war ein echtes Tropengewitter.“

Während die Wetterstation Vorhop in der Nacht zu gestern mit 1 Liter pro Quadratmeter vergleichsweise wenig Niederschlag registrierte, wurden laut „Zaki“ in Uelzen 50 Liter gemessen. In den Wetterextremen der vergangenen Tage und Wochen – inklusive dem Dauerregen vor dem Hochwasser – sieht der Experte weitere Indizien für den Klimawandel.

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