Blechschäden durch Glätte

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Die Landesstraße 286 war gestern Morgen zwischen Eutzen und Wittingen für knapp eine Stunde voll gesperrt. Ein Sattelzug aufgrund extremer Straßenglätte in den Graben gerutscht.

Landkreis Gifhorn - Von Carola Peiser. Glück hatte, wer gestern Urlaub oder einen freien Tag hatte. Für so manchen Autofahrer wurde gestern Morgen die Fahrt zur Arbeit zu einer Rutschpartie. Schneeregen sorgte in den frühen Morgenstunden für zum Teil spiegelglatte Straßen im Kreisgebiet.

Wie Polizeipressesprecher Thomas Reuter auf IK-Anfrage mitteilt, ereigneten sich zwischen 5.30 und 9 Uhr im gesamten Kreisgebiet aufgrund der Wetterverhältnisse neun Unfälle, wobei zwei Personen nur leichte Blessuren davontrugen, die auch direkt vor Ort behandelt werden konnten. Die Unfälle ereigneten sich in Gifhorn, Gamsen, Müden, Meinholz, zwei zwischen Bokensdorf und Grußendorf, zwei bei Sprakensehl und einer zwischen Wittingen und Eutzen, wo ein Lkw quer auf der Straße stand.

„Die Unfälle sind glimpflich abgelaufen und Gott sei Dank handelte es sich zumeist um Blechschäden“, freut sich Reuter, auch die Arbeit der Straßenmeistereien lobte: „Dafür dass der Landkreis Gifhorn eine so große Fläche hat, waren die Straßen sehr gut gestreut.“

Ironie des Schicksals: Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern um 11.15 Uhr auf der Bundesstraße 188 bei der Leiferder Kreuzung in Richtung Meinersen, der allerdings auf einen Fahrfehler und nicht auf die glatten Straßen zurückzuführen ist.

Schwere Verletzungen erlitt eine 41-jährige Gifhornerin. Mit ihrem Opel Vectra Kombi fuhr die Frau in einer Kolonne hinter einem Trecker in Richtung Meinersen. Etwa 300 Meter hinter der Leiferder Kreuzung wollte die 41-Jährige nach links in einen Wirtschaftsweg abbiegen und übersah hierbei einen von hinten heran nahenden Lkw, der zum Überholen der Kolonne angesetzt hatte.

Der 49-jährige Fahrer des 40-Tonnen-Sattelzuges aus Polen konnte einen Zusammenstoß mit dem Opel der Frau nicht mehr verhindern. Die durch die Kollision schwer verletzte Gifhornerin wurde hierbei in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Meinersen, die mit drei Fahrzeugen und zwanzig Einsatzkräften angerückt war, mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Autowrack befreit werden.

Anschließend wurde sie mit dem Rettungshubschrauber Christoph 4 in die Medizinische Hochschule nach Hannover geflogen. Der Lkw-Fahrer erlitt einen leichten Schock. An der Zugmaschine entstand Schaden in Höhe von rund 20 000 Euro.

Die aus gefrorenen Heidelbeeren bestehende Ladung, die für einen Marmeladenhersteller bestimmt war, blieb unbeschädigt. Die B 188 musste im Bereich der Unfallstelle für etwa 90 Minuten voll gesperrt werden, die Autofahrer wurden durch eine Rundfunkdurchsage hierüber informiert. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

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