Gifhorner Helios-Krankenhaus plant Umbau für Station mit Wahlleistungen

Besonderer Klinik-Komfort

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Will Wahlleistungen anbieten: das Klinikum Gifhorn.

Landkreis Gifhorn. Im Mai werden im Helios-Krankenhaus in Gifhorn die Bauarbeiter anrücken. Die Klinik schafft eine Station mit 26 Betten mit Wahlleistungen.

„Zum 1. Mai wird eine bisher regulär genutzte Bettenstation für die Unterbringung mit besonderen Komfortelementen umgebaut“, sagt Dieter Kaffke, Geschäftsführer des Krankenhauses in der Kreisstadt. Patienten, die in den Genuss des besonderen Krankenhaus-Komforts kommen möchten, müssen entweder privat versichert sein, eine private Zusatzpolice neben ihrer gesetzlichen Gesundheitskarte bei der Aufnahme auf den Tresen legen oder den Zusatz schlichtweg aus der eigenen Tasche zahlen.

Dieter Kaffke

Zunächst hatte die Klinikleitung um Kaffke in Erwägung gezogen, die Verwaltung innerhalb des Hauses umzusiedeln und dort die neue Station einzurichten. „Der Ausbau und Umzug der Verwaltung ist nicht erforderlich“, sagt der Geschäftsführer. Vielmehr soll der Teil des Gebäudes als Kapazitätsreserve halten, sollte das Haus mit 409 Betten weiter wachsen. Mit der Bettenzahl liegt das Gifhorner Helios-Klinikum bereits jetzt über dem Soll. Im Krankenhaus-Plan des Landes Niedersachsen ist es mit 357 Betten eingestellt. Vielmehr soll nun eine Station mit 36 Betten in eine Wahlleistungsstation umgebaut werden.

„In diesem Bereich werden dann 20 geräumige Einzelzimmer mit zusätzlichen Serviceleistungen vorgehalten“, sagt Kaffke. Maximal sind also Zweibett-Zimmer vorgesehen. Man habe sich für den Umbau in den belegungsschwächeren Sommermonaten entschieden, damit der Krankenhausbetrieb durch die Bautätigkeit möglichst wenig beeinträchtigt werde, so Kaffke. Rund 1,5 Millionen Euro werde der Helios-Konzern in den Umbau in Gifhorn investieren.

Auch in Wittingen wird das Krankenhaus von Helios betrieben. Im März hatte Reiner Micholka, Regional-Geschäftsführer Niedersachsen, im Interview mit dem IK erklärt, dass eine gewisse Klientel gerne Zusatzleistungen wie zum Beispiel Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehme. Dafür gebe es bei Helios eben die so genannten Wahlleistungsstationen. Ob ein entsprechendes Angebot auch für Wittingen in Frage kommt, werde man prüfen. Für das Wittinger Haus sind Wahlleistungsstationen zunächst einmal nicht vorgesehen, sagte Ulrike Grönefeld, Regionalleiterin der Helios-Unternehmenskommunikation, jetzt auf Nachfrage.

Von Jens Schopp

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