Segnung für Hund, Katze, Maus

Besondere Veranstaltung für Tiere im Garten der Gifhorner Kita Abraham

Bereits zum zweiten Mal wurden in Gifhorn Tiere gesegnet.
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Bereits zum zweiten Mal wurden in Gifhorn Tiere gesegnet.

Gifhorn – Hund, Katze, Maus waren eingeladen. Am Sonntag kamen zu der Tiersegnung, der zweiten nach 2014, diesmal einige Hunde, ein ausgewachsenes Pony, einige Bären und eine Giraffe. Letztere waren allerdings lediglich Kuscheltiere.

Doch auch die waren herzlich willkommen im Garten der christlich-muslimischen Kita Abrahams Kinder.

Pastor Thomas Hoffmann hatte da bereits seine zweite Tiersegnung an diesem Tag, denn in Wolfsburg waren bereits 15 Hunde und eine Schildkröte gesegnet worden. „Tiere werden vielen Menschen immer wichtiger“, erklärte Hoffmann, und das sei ein guter Grund, nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere zu segnen. Letztere schauten bei der Andacht eher ein wenig desinteressiert, obwohl Hoffmann Interessantes aus der Bibel von Noah mit seiner Arche vortrug. Das änderte sich aber, als es am Ende für die Hunde ein Leckerli gab.

Das gab es allerdings nicht für das Pony „Kleiner Donner“, denn das hatte bereits während der ganzen Zeit genüsslich den Rasen der Kita gekürzt. „Kleiner Donner“ kam mit seiner Familie aus Ettenbüttel. Außer Herrchen und Frauchen und zwei Kindern war auch Hund Aimo, eine Deutsch Bracke, mit dabei. Der verstand sich sehr gut mit weiteren Hunden, mit denen er bereits vorher Kontakt gehabt hatte. Für die Kinder war es keine Frage, dass „Kleiner Donner“ den Weg nach Gifhorn im Anhänger auf sich nehmen muss, sagte die Mutter.

Dass die Tiersegnung gerade am 4. Oktober stattfand, war kein Zufall. Denn das ist der Welttierschutztag, erklärte Hoffmann. Und der Tag wird zu Ehren des Heiligen Franziskus gefeiert, der mit den Tieren gesprochen hat, Vögel segnete und zu ihnen predigte. „Der Heilige Franziskus hatte eine besondere Beziehung zu Tieren und ein besonderes Auge auf die Schöpfung“, sagte Hoffmann. Die Besitzer hätten für ihre Tiere gut zu sorgen, sie müssten „vernünftig“ mit den Tieren umgehen, so Hoffmann. Denn die ganze Welt und alle Lebewesen seien Geschöpfe Gottes. Tiere hätten gegenüber den meisten Menschen den Vorteil, dass sie im Jetzt lebten, doch gehe es manchen Tieren nicht so gut. „Wir nennen diese Tiere Nutztiere“, meinte Hoffmann. Doch dürfe man Tiere nicht ausnutzen, dafür seien sie nicht da.

Kommen Tiere auch in den Himmel?

In der Diskussion unter Theologen ginge es derzeit darum, ob Tiere auch in den Himmel kämen. Hoffmann wünschte sich eine „große Gemeinschaft“ zwischen allen Geschöpfen Gottes, daher auch die Segnung für Menschen und Tiere an diesem Tag. Allerdings, so meinte Hoffman augenzwinkernd, sollte man sich von der Segnung nicht allzu viel erwarten. Sein Hund sei bereits viermal gesegnet worden, belle aber bei anderen Hunden immer noch. Nach dem Segen gab es Weihwasser von oben für die Hunde Joshi, Bibi, Kalle, Hilde, Aimo und für „Kleiner Donner“ sowie die Kuscheltiere. Während der Andacht sorgte Erzieher Tobias Kowalski für die Musik. VON BURKHARD OHSE

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