Mehr als 2000 Schüler informieren sich in Gifhorner Stadthalle über Ausbildungsplätze

Berufe und Bewerber kennenlernen

Hobeln beim Tischler erfreute sich unter den rund 2000 Schülern großer Beliebtheit.
+
Hobeln beim Tischler erfreute sich unter den rund 2000 Schülern großer Beliebtheit.

Gifhorn. Mehr als 2000 Schüler aus dem gesamten Landkreis werden es bei der Ausbildungsplatzbörse in der Gifhorner Stadthalle wohl gewesen sein.

Rund 60 Arbeitgeber aus der Region und aus den verschiedensten Branchen stellten sich mit 90 Berufen vor, informierten vor allem auch mit ihren aktuellen Auszubildenden und ließen die interessierten Schüler Hand anlegen. Vor allem bei den Handwerkern, ob Dachdecker, Tischler oder Maurer, gab es da vielfältige Gelegenheiten, schon einmal den Hammer, den Hobel oder die Maurerkelle anzufassen und zu werkeln.

„Wir suchen derzeit Maurer“, sagte dazu Ina Drewes von Baugesellschaft Hans Drewes. Gerade auch aus dem Nordkreis standen viele Unternehmen Rede und Antwort, vom Einzel- und Lebensmittelhandel, der Sparkasse bis hin zu Lorenz Snack-World, Butting oder Hankensbütteler Kunststoffverarbeitung. Dazu waren auch der Landkreis, die Stadt Gifhorn, die IHK, die Polizei oder die Bundeswehr vertreten. Dass es immer mehr ausbildende Unternehmen auf der Börse sind, ist auch dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zu verdanken: „Wir haben schon seit einem halben Jahr für diese Ausbildungsplatzbörse geworben“, sagte Mitarbeiter Torsten Wrede.

Die Allianz für die Region hatte dann die Organisation der Börse übernommen. Und der Arbeitgeberservice hatte nicht nur für die potenziellen Auszubildenden im Alter von 14 bis 19 Jahren, sondern auch für die Arbeitgeber gleichermaßen ein Angebot im Köcher. „Wir unterstützen die EQ, die betriebliche Einstiegsqualifizierung“, erklärte Wrede. Dies beinhaltet ein Langzeitpraktikum, das von einem halben bis einem Jahr dauert, finanziert von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter, mit dem der Arbeitgeber einen potenziellen Auszubildenden und seine Leistungsfähigkeit kennenlernen kann. Der Arbeitsuchende lernt dabei seinen möglichen Ausbildungsbetrieb kennen. Gedacht ist es, dass die EQ in eine Ausbildung mündet. Genutzt werden kann das in jeder Branche. In der Zeit des EQ können die Arbeitgeber sehr gut entscheiden, ob sie den richtigen nächsten Auszubildenden vor sich haben. Dazu gibt es den Vorteil, dass der neue Auszubildende, weil er den Betrieb schon kennt, vom ersten Tag der Ausbildung gleich richtig eingesetzt werden kann.

Auch die Stadthallen GmbH selbst war mit einem Stand vertreten. Masha Hassan freute sich dabei über einen großen Zuspruch. „Wir haben immer fünf Auszubildende – drei Techniker und zwei im Büro und nun erstmals eine Auszubildende im Technikbereich“, sagte er. Grund genug für viele Schülerinnen, sich auch dieses Gebiet einmal auszuschauen. „Und es werden sehr gezielte Fragen gestellt“, sagte Hassan. Auch bei den Handwerkern ließen sich viele Mädchen nicht lange bitten und nahmen Hammer und Hobel in die Hand. Weitere Bilder gibt es unter

Von Burkhard Ohse

Bildergalerie

3. Ausbildungsbörse in Gifhorn

3. Ausbildungsbörse in Gifhorn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare