Weiteres Wachstum im Geschäftsjahr 2015/2016 realisiert

Bertrandt nutzt Chancen

Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte Bertrandt seine Gesamtinvestitionen steigern und dadurch aktuelle Leistungen erweitern. Foto: Bertrandt
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Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte Bertrandt seine Gesamtinvestitionen steigern und dadurch aktuelle Leistungen erweitern.
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Ehningen/Tappenbeck. Das Unternehmen Bertrandt stellte jüngst seinen Geschäftsbericht 2015/2016 vor. Demnach konnten wesentliche Finanzkennzahlen gesteigert werden. Die Gesamtleistung stieg um 6,1 Prozent auf 992,7 Millionen Euro (Vorjahr 935,3 Mio. Euro).

Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 92,9 Millionen Euro (Vorjahr 91,6 Mio. Euro). Die Gesamtinvestitionen befinden sich mit 83,4 Millionen Euro auf anhaltend hohem Niveau (Vorjahr 84,9 Millionen Euro).

„Steigende Anforderungen in den Megatrends umweltfreundliche Mobilität, automatisiertes Fahren und Industrie 4.0 verändern die Entwicklung. Wir bearbeiten komplexere Projekte, Teams werden interdisziplinärer. Wissen rund um Schnittstellenmanagement und Kapitalkraft sind wichtige Erfolgsfaktoren, um Fortschritt als strategischer Partner unserer Kunden zu begleiten.“ Mit diesen Worten fasste Vorstandsvorsitzender Dietmar Bichler das Umfeld zusammen. Vor diesem Hintergrund konnte der Bertrandt-Konzern in allen Segmenten wachsen.

Eine weitere Betriebsstätte in Regensburg beschäftigt sich intensiv mit Software- und Elektronikentwicklung, insbesondere für die automobilen Trendthemen Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme. Ingenieure in der neuen Betriebsstätte Fürth entwickeln in direkter Kundennähe Lösungen für die Automatisierungstechnik.

Als Beispiel für eine der größten Investitionen in den letzten Jahren nannte Bichler das Technologiezentrum in Mönsheim. Dort hat Bertrandt auf 58 000 Quadratmetern alle Aspekte für die Entwicklung künftiger Mobilität gebündelt. „Unsere Investitionen bilden die Grundlage, um aktuelle Leistungen zu erweitern und neue aufzubauen, beispielsweise in innovativen Themen wie Virtual und Mixed Reality,“ so der Bertrandt-Chef. Für das Geschäftsjahr 2015/2016 möchte Bertrandt seine nachhaltige Dividendenpolitik fortführen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 23. Februar eine Erhöhung der Dividende von 2,45 auf 2,50 Euro je Stückaktie vor.

„Unsere Leistung basiert auf dem Wissen gut ausgebildeter Mitarbeiter. Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnten wir 545 Ingenieure, Techniker, IT-Spezialisten und kaufmännische Angestellte für Bertrandt gewinnen.“ Bichler freute sich über den erneuten Höchststand an Mitarbeitern, der weltweit 12 912 beträgt. Einstiegsmöglichkeiten bietet Bertrandt im gesamten Entwicklungsprozess. Die Technologiebranchen stellen sich auf die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung, neue Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle ein. Für die Zukunft sieht Bichler daher neben Risiken auch viele Chancen für das Unternehmen: „Als ganzheitlich aufgestellter Entwicklungspartner sind wir auf komplexe Anforderungen durch größere Projektumfänge, gesetzliche Reglements und neue technologische Möglichkeiten gut vorbereitet.“ Hierzu gehört auch die Modellvielfalt: Einerseits ermöglichen Modul und Plattformstrategien sowie Gleichteile ein breites Angebot an Fahrzeugvarianten, um weltweit individuelle Kundenwünsche abzudecken. Andererseits werden mittelfristige Modellplanungen aufgrund verschärfter Abgasrichtlinien vielfach um eigens für alternative Antriebe entwickelte Modelle ergänzt. Laut Aussage des Marktforschungsunternehmens Lünendonk wird sich das Marktwachstum für Technologie-Beratung und Engineering Services künftig fortsetzen. Dabei gehen die Experten tendenziell von Vorteilen großer und umsatzstarker Unternehmen aus, die über die notwendige Infrastruktur und Kapazität verfügen, um komplexe Projekte zu bearbeiten.

Von Carola Hussak

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