Giffinet im Gifhorner Nordkreis: Viele Haushalte erst 2022 dran

Beim schnellen Internet ist Geduld gefragt

Auf einem Bildschirm ist die Bandbreite zu sehen, die beim Probelauf von Giffinet in Knesebeck auf der Leitung liegt.
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Das war der Probelauf im Spätsommer im Knesebecker Hauptverteiler – nun soll es mit dem Breitbandanschluss für einen Teil der Haushalte tatsächlich „los“gehen.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Isenhagener Land – Was genau sind eigentlich die technischen Mängel, die den Glasfaserausbau im Nordkreis verzögern? Und wann können die Haushalte, die einen Giffinet-Anschluss bestellt haben, ans Netz? Das IK hat bei den verantwortlichen Stellen nach Antworten gesucht.

„Die eingetretene Verzögerung lag haupt- und ursächlich an einer nicht vollständig funktionierenden Klimaüberwachungsanlage innerhalb der Hauptverteiler in Knesebeck und Hankensbüttel“, heißt es in einer Antwort des Landkreises Gifhorn auf eine entsprechende IK-Anfrage. Und: „Nach Abschluss einer aufwändigen Fehlerdiagnose erfolgt aktuell die Behebung dieser Störung.“

Auch Giffinet bestätigt: „Eine Behebung der Mängel erfolgt derzeit.“ Parallel dazu lasse der Netzbetreiber über ein Drittunternehmen die Medienwandler in den Gebäuden der rund 2500 Endkunden im Vermarktungsgebiet 1 installieren, das sich aus den Bereichen Hankensbüttel, Obernholz und Sprakensehl sowie der Stadt Wittingen zusammensetzt. Das Flensburger Unternehmen lässt wissen: „Die Inbetriebnahme der Anschlüsse erfolgt bereits, sodass bis Weihnachten ein Teil der Anschlüsse für die Endkunden nutzbar ist.“

Andere Haushalte müssen sich noch bis ins neue Jahr gedulden, Der Netzbetreiber will „nach dem Jahreswechsel alle weiteren Anschlüsse schnellstmöglich in Betrieb nehmen“. Dem Unternehmen zufolge werden Sonderschichten an Wochenenden eingelegt, um den entstandenen Verzug aufzuholen.

Auf die Frage, warum die im September bemerkten Mängel (das IK berichtete) erst zweieinhalb Monate später kommuniziert wurden, heißt es von net services, dem Unternehmen hinter der Marke Giffinet: „Die Mängel mussten zunächst lokalisiert und besprochen werden. Dazu gab es einen engen Austausch zwischen dem Landkreis Gifhorn und der net services, bevor wir dazu Stellung beziehen konnten.“

Im ersten Vermarktungsgebiet laufen laut Giffinet noch vereinzelte Nacharbeiten, einzelne Hausanschlüsse werden noch nachträglich gelegt.

Das Vermarktungsgebiet 2 setzt sich aus den Baulosen 3 (Steinhorst und Dedelstorf) und 4 (Samtgemeinde Wesendorf) zusammen. Baulos 3, mit rund 260 Anschlüssen das kleinste aller Baulose, ist laut Giffinet vom Tiefbau her fast abgeschlossen. Etwaige Restarbeiten sollen nach dem Winter ausgeführt werden. 2022 stehen dann auch noch die Einblas- und Montagemaßnahmen aus, insgesamt sollen die Arbeiten im Baulos 3 im kommenden Jahr fertig werden.

Im Baulos 4 laufen nach Angaben des Unternehmens der Tiefbau und die Installation der Hausanschlüsse, auch die Einblasmaßnahmen seien bereits im Gange. „Eine bauliche Fertigstellung wird aber noch Zeit beanspruchen und somit noch weit in das Jahr 2022 andauern“, heißt es zum Zeitplan.

Die weißen Flecken der Samtgemeinde Brome sind Teil des Bauloses 5 im Vermarktungsgebiet 3. Der Stand der Dinge ist laut Giffinet „in etwa derselbe wie bei Baulos 4“. Die Arbeiten sollen hier „noch weit bis in das Jahr 2022 gehen“.

Giffinet weist darauf hin, dass wegen der Pandemie und damit verbundener Lieferschwierigkeiten die Zeitpläne nicht immer gehalten werden können und grundsätzlich „sehr dynamisch“ seien. Auch die verbindliche Nennung von Bauzeiten in einzelnen Ortschaften sei vor diesem Hintergrund schwierig.

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