Im August geht’s los

Meine - Von Carola Peiser. Die Schullandschaft im Kreis Gifhorn wird immer vielfältiger. 2010 wurde die erste IGS in Sassenburg eingerichtet und im August öffnet das evangelische Gymnasium in Meine seine Türen, das den Namen Philipp Melanchthon Gymnasium Meine tragen wird. Es befindet sich in Trägerschaft der evangelischen Landeskirche.

Vor fünf Jahren fanden die ersten konstruktiven Gespräche statt, nun können Eltern vom 28. Februar bis 9. März ihre Kinder anmelden. „Zwei Drittel der Kinder sollen allerdings aus dem Papenteich kommen“, erläutert Karsten Kreutzberg, Fachbereichsleiter Schule beim Landkreis, im IK-Gespräch.

Seinen Platz wird das Gymnasium im ehemaligen Schulzentrum finden. Derzeit wird das Gebäude in zwei Bauabschnitten entkernt und neu aufgebaut. Im ersten Bauabschnitt wird die Realschule bis zum Schulbeginn für die ersten Jahrgänge komplett umgebaut. Mit den Bauarbeiten liege man nach Aussage von Kreutzberg im Plan. Im zweiten Bauabschnitt wird die Hauptschule entkernt und neu aufgebaut. Dort entstehen weitere Fach- und Kursräume für die gymnasiale Oberstufe. Zum Schulgebäude gehört auch eine Mensa, die die Teilnahme am Ganztagsangebot ermöglicht. Der Andachtsraum entsteht neu. Er wird wesentlicher Teil des Profils der Schule sein. Die Landeskirche beteiligt sich mit 1,1 Millionen Euro an den Umbaumaßnahmen.

Ein zentrales Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, den Schülern die Werte des christlichen Glaubens zu vermitteln, sie für einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung zu sensibilisieren und zu Toleranz gegenüber anderen Religionen und Werten zu erziehen. Das evangelische Gymnasium will daher bewusst Freiräume für den gelebten Glauben bieten. Dazu gehören die Teilnahme an Andachten, die von den Schülern vorbereitet werden sowie das Feiern von Schulgottesdiensten an wichtigen Punkten des Schul– und Kirchenjahres.

Durch Kooperation mit diakonischen Einrichtungen, den Kirchengemeinden vor Ort und durch verbindliche diakonische Praktika und Projekte sollen soziale und diakonische Bildung als Teil gelebter Verantwortung vermittelt werden. „Wir verbinden so verantworteten Glauben mit der heutigen Wissensgesellschaft“ ist auf der Internetseite http://www.gymnasium-meine.de zu lesen. Der Religionsunterricht wird verbindlich erteilt.

In bis zu vier Wochenstunden wird themenorientiert und fachübergreifend gearbeitet – der Unterricht hat ein naturwissenschaftliches, ein kulturwissenschaftliches oder ein sprachliches Profil. Dieser Unterricht kann auch in Projekten über mehrere Tage gegeben werden, so dass die für die Wahlpflichtkurse vorgesehenen Wochenstunden dann den Kernkompetenzen (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) wieder zur Verfügung stehen. Die fachwissenschaftliche Ausrichtung des Unterrichts richtet sich nach den Vorgaben des Landes Niedersachsen. Förder- und Forderangebote ergänzen den Unterricht und erleichtern die Übergänge von der vierten Klasse der Grundschule in die fünfte Klasse des Gymnasiums und den Neuanfang von Schülern, die von anderen Gymnasien kommen. Hausaufgabenhilfen, differenzierende Unterstützungsangebote aber auch ein Angebot von Wettbewerben für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler sind wichtiger Teil des Angebots.

Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Schülerinnen und Schüler, die unsere Schule als einen Raum des Miteinanders und nicht nur des Lernens erleben sollen. Das Philipp Melanchthon Gymnasium in Meine ist eine Ganztagsschule mit einem Mittagsangebot und einem wachsenden AG-Bereich, in dem auch Mütter und Väter willkommen sind. Die Neugründung der Schule wird von Anfang an durch einen Förderverein begleitet, der sich noch im Januar als Verein konstituiert.

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