Monatlich werden aktuell noch 45 Geflüchtete zugewiesen

Flüchtlinge: Aufnahmequote im Landkreis Gifhorn verlängert

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Der Landkreis Gifhorn ist verpflichtet, bis Ende Juni noch rund 420 Geflüchtete aufzunehmen.

dt Landkreis Gifhorn. Die Gesamtzahl der im Landkreis Gifhorn lebenden ausländischen Mitbürger ist von 11.108 Personen am Stichtag 31. Dezember 2017 auf inzwischen 11. 390 Menschen angestiegen. 1174 Personen, denen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Leistungen zustehen, leben derzeit im Kreis. Von diesen befindet sich der Großteil (896 Personen) im laufenden Asylverfahren.

276 Personen werden nur geduldet und sind zur Ausreise verpflichtet. 2 Personen haben eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Bis Ende April wurden 4 Personen abgeschoben, 19 reisten freiwillig aus und 7 Personen wurden gemäß des Dublin-Verfahrens überstellt, sodass insgesamt 30 Personen Deutschland wieder verlassen haben.

Die noch bestehende Aufnahmeverpflichtung wurde zwischenzeitlich vom Innenministerium bis Ende Juni verlängert und beträgt für den Landkreis Gifhorn rund 420 Personen. Damit bekommt der Landkreis monatlich verbindlich 45 Personen neu zugewiesen, um die Quote sukzessiv zu erfüllen. Zur Erinnerung: Zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Winter 2015 war im Landkreis zeitweise von 150 Menschen pro Woche die Rede, für die Unterkünfte gefunden werden mussten.

„Die Zahlen richten sich nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel. Die jährlich neu zu ermittelnde Quote für jedes Bundesland ist zu zwei Dritteln von den Steuereinnahmen abhängig und zu einem Drittel von der Bevölkerungszahl. Die Verteilung innerhalb Niedersachsens auf die Kommunen richtet sich nach der Einwohnerzahl. „Die Quote ist aufgrund der insgesamt in Deutschland zurückgehenden Zahlen bereits mehrfach verlängert worden“, berichtet Ebel.

Für die Unterbringung der Geflüchteten mietet der Landkreis Wohnungen an (das IK berichtete). Von den derzeit 153 Wohnungen stehen 26 leer und werden für die nächste Belegung vorbereitet. Das Vorhalten der Wohnungen ist unumgänglich, da erst kurzfristig feststeht, welche Menschen verteilt werden und was benötigt wird. „Zudem wird auf eine gleichmäßige, dezentrale Verteilung im Kreisgebiet geachtet“, verspricht Ebel, „um die Integration der Menschen zu erleichtern.“

Mehr zu dem Thema in der gedruckten Ausgabe sowie im E-Paper vom 16. Mai 2018.

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