Polizei sieht in Region aber keine Hinweise auf Gefährdung

Aufmerksamkeit bei Weihnachtsmärkten

Damit die Besucher die Weihnachtsmärkte der Region genießen können, sorgt die Polizei für Sicherheit. Das Gefährdungspotenzial gilt als so hoch wie in den Vorjahren. Foto: dpa
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Damit die Besucher die Weihnachtsmärkte der Region genießen können, sorgt die Polizei für Sicherheit. Das Gefährdungspotenzial gilt als so hoch wie in den Vorjahren.

Landkreis Gifhorn/Wolfsburg/Celle. Mit der Weihnachtszeit ist nun auch die Zeit der Weihnachtsmärkte heran. Während die Besucher dieser Märkte ausgelassen die Atmosphäre und die Angebote genießen, sorgt die Polizei im Hintergrund für ihre Sicherheit.

Doch haben die Märkte in Deutschland durch den Anstieg von Terroranschlägen in den letzten Jahren ein erhöhtes Gefahrenpotenzial? Und wie geht die Polizei in den Städten mit der Situation um?.

„Ganz normales Konzept“

Thorsten Wallheinke, Polizeisprecher in Celle, berichtet, man könne die Terrorgefahr grundsätzlich nie ausschließen, aber es bestünden momentan keine Hinweise auf eine Gefährdung. „Wir fahren ein ganz normales Konzept auf dem Weihnachtsmarkt in Celle – mit offener polizeilicher Präsenz. Zusätzlich stellen wir allerdings einen Sicherheitsdienst, der tagsüber und auch nachts vor Ort ist.“

Auch in Wolfsburg ist man sich der Gefahr aus dem Hintergrund bewusst. „Bereits seit dem letzten Jahr herrscht hier eine abstrakt hohe Gefährdungsrate, der wir in Wolfsburg durch den Einsatz von Sicherheitspersonal gerecht werden“, erläutert Sven-Marco Claus, Polizeisprecher in Wolfsburg.

In Uelzen sagt Sprecherin Antje Freudenberg: „Seit Monaten herrscht in Deutschland eine latente Terrorgefahr. Wir haben ein Auge auf die Situation, aber es sind bisher keine verdächtigen Dinge passiert.“ Sie sieht die Gefahr an anderen Stellen: Die bisher größte Gefahr auf den Weihnachtsmärkten seien ihrer Meinung nach die Taschendiebstähle und der erhöhte Alkoholkonsum. „Wir können in dieser Hinsicht nur davor warnen, dass die Menschen auf ihre Taschen aufpassen sollen.“

„Wir beobachten alles“

Lothar Michels, Sprecher der Gifhorner Polizeiinspektion, erklärt: „Terror ist ein weites Feld. Im Augenblick gibt es keine konkreten Anlässe, sich Gedanken um spezielle Maßnahmen zu machen. Die Weihnachtsmärkte werden mit entsprechender Aufmerksamkeit verfolgt.“ Außerdem würden allgemeine Sicherheitsvorkehrungen getroffen, wie zum Beispiel die Zuwegungen freizuhalten – damit Rettungswagen und dergleichen im Notfall schnell durchkommen können.

„Das Gefährdungspotenzial ist das gleiche wie die Jahre zuvor, wenn große Menschenmengen zusammen kommen: Wir beobachten alles“, sagt Michels. Eine hohe Präsenz der Polizei werde vor Ort sein, sowohl uniformiert als auch in Zivil. Sein Rat: „Man muss als Besucher der Weihnachtsmärkte keine Angst haben.“

Von Alina Pleuß

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