Hohes Niveau an offenen Stellen

Arbeitslosigkeit stagniert: 4415 Menschen suchen im Kreis Gifhorn einen Job

+
Im Kreis Gifhorn blieb die Zahl der Jobsuchenden relativ gleich.
  • Carola Hussak
    VonCarola Hussak
    schließen

Landkreis Gifhorn. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Gifhorn ist von November auf Dezember gesunken – wenn auch nur leicht um elf Personen. Derzeit sind im Kreisgebiet 4415 Menschen auf Jobsuche. Vor einem Jahr waren es 243 Personen mehr.

Gerald Witt. Leiter Arbeitsagentur

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 4,7 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,4 Prozent. Dabei meldeten sich 969 Personen neu oder erneut arbeitslos Das waren 84 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig haben 971 Frauen und Männer eine Anstellung gefunden. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 11 791 Arbeitslosmeldungen – das ist ein Plus von 516 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 11 548 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 40 Stellen auf 962 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 45 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Dezember 268 neue Stellen, 43 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar wurden dem Gifhorner Arbeitsamt 2920 Jobangebote gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das 148 Arbeitsstellen weniger.

Weniger Arbeitslose gibt es in der Stadt Wolfsburg. Dort ist Zahl der Jobsuchenden von November auf Dezember um 97 auf 3318 Personen gesunken. Das sind 311 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 5,0 Prozent.

Zum Jahresende entwickelte sich die Arbeitslosigkeit regional unterschiedlich. Während sie in der Stadt Wolfsburg sank, stagnierte sie im Landkreis Gifhorn nahezu und stieg im Landkreis Helmstedt an. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Landkreis Helmstedt ist einerseits weiterhin auf die Außenberufe zurückzuführen, andererseits erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen, die sich im Jobcenter beziehungsweise in der Agentur für Arbeit gemeldet haben“, erklärt Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit.

Der Landkreis Gifhorn und die Stadt Wolfsburg würden von einer guten Entwicklung neu gemeldeter Stellen im Vergleich zum Vormonat profitieren. Auch die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen sei in Wolfsburg und Gifhorn in diesem Monat rückläufig. Als Ursache nennt Witt vorrangig den Start diverser Kurse und Qualifizierungen. „Generell steigt die Zahl der geflüchteten Menschen, die in den Agenturen und den Jobcentern gemeldet sind, weiter an. Viele zählen aber nicht als arbeitslos, da sie erst einmal an Deutschkursen und Qualifizierungen teilnehmen und dadurch für Arbeit oder Ausbildung noch nicht bereit stehen“, so Witt. Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasse, die erkrankt seien oder an eben solchen Maßnahmen teilnehmen, habe im Dezember insgesamt bei 13 913 Personen gelegen.

„Wer Arbeit sucht, trifft weiterhin auf ein hohes Niveau an offenen Stellen“, ist ist der Agenturleiter überzeugt. Der Stellenbestand im Agenturbezirk liege zwar mit 2985 offenen Stellen 302 Stellen unter dem Vorjahresniveau. Der Zugang an neuen vakanten Stellen habe sich jedoch im vergangenen Monat positiv entwickelt. So wurden der Arbeitsagentur und den Jobcentern 812 neue Stellen gemeldet. Das sind 139 oder 20,7 Prozent mehr als im Vormonat und 68 oder 9,1 Prozent mehr als im Dezember 2015.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare