Gifhorn: Erste Bilanz des Jobcenter-Projekts „Gib GAS“ fällt gut aus

Arbeit für Alleinerziehende

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Symbolfoto

Landkreis Gifhorn. „Wir hoffen, dass man sich mit dem Personenkreis der Alleinerziehenden stärker auseinandersetzt und sich außerdem die Bereitschaft der Arbeitgeber, Alleinerziehende einzustellen, erhöht“, meinte der Geschäftsführer des Gifhorner Jobcenters Wilfried Reihl gestern in der Sitzung des Kreis-Jugendhilfeausschusses.

Das sei nämlich das Ziel des Projektes „Gib GAS“, das am Anfang des Jahres angelaufen ist. Alleinerziehenden, so Reihl, soll eine besondere Betreuung zuteil werden. Das funktioniere. „Insgesamt 90 Alleinerziehende werden derzeit von drei Kolleginnen betreut“, erklärte Reihl den Ausschussmitgliedern. 88 davon seien Frauen, auch zwei Männer werden vom Jobcenter in diesem Projekt begleitet. „Auch das Alter variiert. Von 17 bis 50 Jahren reicht bisher die Spanne“, sagte Reihl.

Die Projektzeit sei zunächst für zwei Jahre ausgelegt. Die Verweildauer der Elternteile betrage sechs bis zwölf Monate. Zudem könne eine Nachbetreuungszeit von drei Monaten gewährleistet werden. „Und das wird bisher gut angenommen“, freute sich Reihl und zeigte sich stolz auf die Erfolge: „Wir konnten bisher 33 Alleinerziehende in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermitteln. Dazu kommen 8 Vermittlungen in eine Ausbildung und 10 in ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis.“ Und das sei noch nicht alles: „Daraus ergeben sich Einsparungen an Kosten für Unterkünfte von 39 694 Euro“, erklärte er. Dem stehen Projekt-Kosten in Höhe von 21 000 Euro gegenüber. Eine neue Erhebung ist für das Jahresende geplant.

Das Projekt sei auch deswegen so gut angelaufen, weil es viele Vorteile für die Kunden des Jobcenters biete. Darunter falle zum Beispiel, dass Personen eine feste Ansprechpartnerin an die Seite gestellt bekommen. Außerdem sei es ein persönliches und nicht nur telefonisches Angebot, bei welchem auch kurzfristig Termine möglich seien. „Die Kunden fühlen sich durch dieses Projekt wertgeschätzt“, sagte Reihl. Das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Von Maike Scholz

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