Gifhorn: Ausgiebiges und buntes Bühnenprogramm lockt viele – nicht nur ältere – Besucher an

Ansturm bei Tag der Senioren

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Viele Senioren unterhielten sich in der Gifhorner Fuzo mit den Mitgliedern des Seniorenbeirats, so auch mit Elke Wiegmann (r.).

Gifhorn. Wenn der Seniorentag in Gifhorn stattfindet, gibt es immer schönes Wetter. Diese Vorhersage erfüllte sich auch an diesem Samstag bei der 24. Auflage, und dementsprechend voll war die Fußgängerzone bis zum frühen Nachmittag.

Ein ausgiebiges und buntes Bühnenprogramm mit Musik und Tanz lockte dabei nicht nur ältere Menschen vor die Bühne am Ceka-Brunnen: Es gab auch Interesse bei den Jüngeren. Zwei junge Männer, die am Stand des Christinenstifts standen, wollten sich allerdings keinen Platz für den Lebensabend sichern, sondern nur etwas zu trinken kaufen, wie sie sagten.

Es gab viele Informationsstände. Die Friedhofsverwaltung informierte über Gräber unter Bäumen. Über die Versorgung im Alter informierten gleich mehrere Organisationen und Institutionen – wie etwa der Arbeiter-Samariter-Bund, der DRK- Kreisverband, die Maltesern, der Behindertenbeirat, die AWO-Selbsthilfekontaktstelle und die Herz-Selbsthilfegruppe. Die Diakoniestation stellte das Mehrgenerationenhaus vor. Außerdem war die Kreisverkehrswacht vor Ort – gleich neben der Polizei, die Präventionsmaßnahmen vorstellte und Tipps rund um die Sicherheit gab. Auch die Tafel, der Sozialverband, die „Neue Basis“ – eine Gruppe gegen Suchtgefahren aus Uelzen – und der Landkreis mit seinem Senioren- und Pflegestützpunkt sowie die MS-Gruppe und die Lions waren vertreten.

Unter den Gästen war auch eine 25-köpfige Delegation aus der Partnerstadt Gardelegen, die die Info-Meile besuchte. Die Gruppe zeigte nicht nur großes Interesse am Seniorentag, sondern auch am gleichzeitig stattfindenden Wochenmarkt. „Wir wollen uns von den Gifhornern etwas abschauen“, sagte Delegationsleiterin Gabriela Winkelmann. Sie nannte das Beispiel, den Wochenmarkt am Wochenende auszurichten.

Sehr beliebt war auch die üppig ausgestattete Tombola. Auf der Bühne moderierten die Seniorenbeiratsvorsitzende Elke Wiegmann und Bastian Till Nowak das Programm, das mit Kultur gespickt war.

Das Duo Mona gestaltete am Samstag den Abschluss des Bühnenprogramms.

Von einem bunten Ensemble der Kreismusikschule über den internationalen Chor Temperamentos bis zum Shanty-Chor mit Elisabeth Torka am Schifferklavier reichte das musikalische Spektrum. Dazu gesellten sich die Folkloregruppe Hoahnenfoot aus Gardelegen mit plattdeutschen Liedern und Oldies, Tanzvorführungen der Rheumaliga und ganz junge Kinder der Tanzschule Berger. Das Duo Mona rundete das Programm am Ende ab.

Hungern und dürsten musste niemand. Die Feldküche der Feuerwehr stand mit der Gulaschkanone bereit, um etliche Portionen Erbsensuppe auszuteilen. Bratwurst gab es vom Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt und Kaltgetränke beim Christinenstift-Stand.

Auch an die Kinder respektive Enkelkinder der Gäste war gedacht. Sie vergnügten sich auf der Hüpfburg des Arbeiter-Samariter-Bundes, ließen sich schminken, drehten am Glücksrad und naschten Popcorn. Sie hatten eins mit den meisten älteren Besuchern des Tags der Senioren gemeinsam: Auch die fühlten sich eigentlich gar nicht alt.

Von Burkhard Ohse

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