Senior soll 23-Jährige geschlagen haben / 68-Jähriger bestreitet Vorwurf

Angriff auf Prostituierte

Lovemobile stehen reihenweise an den Straßen im Landkreis. Jetzt wurde in einem wieder eine Prostituierte attackiert.
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Lovemobile stehen reihenweise an den Straßen im Landkreis. Jetzt wurde in einem wieder eine Prostituierte attackiert.

Landkreis Gifhorn/Uelzen. Wieder ein Angriff auf eine Prostituierte in einem der sogenannten Lovemobile: Wie die Gifhorner Polizei berichtet, soll ein 68 Jahre Mann aus Meinersen am Mittwochabend gegen 21.

45 Uhr in der Nähe der Leiferder Kreuzung auf eine Prostituierte eingeschlagen und sie mit Pfefferspray besprüht haben.

Als der Senior sich einem der Wohnmobile, die reihenweise an den Ausfallstraßen stehen, näherte, öffnete die 23-Jährige ihm die hintere Tür des Fahrzeugs. Der vermeintliche Freier schlug der jungen Frau unvermittelt ins Gesicht und sprühte ihr zudem Pfefferspray in die Augen, so die Ordnungshüter. Dann flüchtete der Rentner mit seinem Fahrrad, konnte aber wenig später durch die zwischenzeitlich alarmierte Polizei am Ortseingang von Meinersen festgenommen werden.

„Der 68-Jährige bestritt den Beamten gegenüber jegliche Gewaltanwendung gegen die Prostituierte“, sagt Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter. Man gehe davon aus, dass zwischen den beiden im Vorfeld etwas vorgefallen sein muss. Nach Angaben des Opfers habe der Mann schon häufiger ihre Dienste bemüht, so die Polizei. Die leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den Mann ein, zumal die Beamten bei der Durchsuchung eine Spraydose mit Pfefferspray bei ihm fanden.

Bereits vor einem halben Jahr wurde eine Prostituierte in ihrem Lovemobil auf einem Parkplatz bei Päse überfallen. Die 27 Jahre alte Frau aus Nigeria wurde damals lebensgefährlich verletzt. Von dem Täter fehlt bisher jede Spur. Die am Tatort sichergestellten Spuren werden derzeit vom Landeskriminalamt (LKA) in Hannover ausgewertet, so Reuter: „Im Labor des LKA werden die Hinweise auf DNA-Spuren, also auf Spuren des unverwechselbaren Erbmaterials des Täters, untersucht.“

Weiter ist man im Landkreis Uelzen: Mit einer Sturmhaube maskiert und mit einer Softair-Pistole bewaffnet, soll ein 27-jähriger Lüneburger Anfang April an der Bundesstraße  4 versucht haben, eine Prostituierte in einem Lovemobil auszurauben. Am 2. Oktober wird vorm Landgericht Lüneburg gegen ihn verhandelt.

Von Jens Schopp

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