Gifhorner Klinik strukturiert um / Notaufnahme soll eigene Leitung bekommen

Ambulanz mit Chefarzt

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Im Klinikum Gifhorn stehen Umstrukturierungen an. Für die Notfall-Aufnahme wird ein Chefarzt gesucht.

Landkreis Gifhorn. Umstrukturierungen im Gifhorner Helios-Klinikum: Für die Notfall-Aufnahme sucht die Klinikleitung um Dieter Kaffke schon seit längerer Zeit einen Chefarzt. Außerdem soll der Einkauf des Krankenhauses ab Februar zentral über Berlin laufen.

Rund 25 000 Patienten würden pro Jahr die Ambulanz des Gifhorner Krankenhauses aufsuchen, sagt Geschäftsführer Kaffke. Dass es dabei mitunter auch zu längeren Wartezeiten kommen könne, sei unvermeidlich. „Die Reihenfolge der Behandlung richtet sich natürlich nach der Schwere der Erkrankung oder Verletzung“, sagt Kaffke. Um ein besseres Management und einen optimierten Ablauf für die Zentrale Notfall-Aufnahme zu gewährleisten, suche man dafür einen Chefarzt, bei dem alle Fäden zusammenlaufen sollen. „Bisher wird der Dienst in der Notfall-Aufnahme wechselweise von Ärzten der verschiedenen Stationen des Hauses gestellt“, so Kaffke.

Nicht wenige Patienten, die in die Krankenhaus-Ambulanz kämen, gehörten eigentlich in die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung, weiß Kaffke. Die befindet sich direkt neben dem Gifhorner Krankenhaus. Nur: „Viele Patienten glauben, in der Notfall-Aufnahme kommt man schneller dran“, vermutet Dieter Kaffke.

Ein Trugschluss, wie er sagt.

Immer mehr Kliniken würden dazu übergehen, einen eigenen Chefarzt für die Notfall-Aufnahme einzustellen, weiß der Geschäftsführer des Gifhorner Krankenhauses. Entsprechend leer sei aktuell der Markt bei den Notfall-Spezialisten, so Kaffke. Ausgeschrieben ist der Job auch auf Stellenbörsen im Internet. „Gehalts-Benchmark: Euro 100 000+“ ist auf einer Seite zu lesen.

Der Einkauf für den medizinischen Spezialbedarf werde ab Februar gebündelt. „Wir greifen in diesem Bereich künftig auf bestehende Helios-Strukturen in Berlin-Buch zurück“, sagt Kaffke. Von dort aus wird der Einkauf für das Gifhorner Haus erfolgen. Insofern werde auch die Klinik in Wittingen nicht mehr von Gifhorn, sondern von Berlin aus beliefert. Von der Umstrukturierung sind in Gifhorn drei Mitarbeiter betroffen. Zwei übernähmen andere Aufgaben. Mit einer Teilzeitkraft verständigte man sich auf einen Aufhebungsvertrag.

Von Jens Schopp

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