Am Sonntag nur Astrazeneca im Angebot

Impfwochenende im Kreis Gifhorn – Ende April

Coronavirus - Impfung von Polizeibeamten.
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Beim Impfwochenende gibt es in Gifhorn 800 zusätzliche Termine am Sonntag – dann kommt allerdings ausschließlich AstraZeneca zum Einsatz.
  • Holger Boden
    vonHolger Boden
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pm Landkreis Gifhorn – Um möglichst schnell alle Personen ab 70 Jahren zu impfen, die aktuell auf der Warteliste stehen, soll mit einer gemeinsamen, zusätzlichen und konzertierten Impf-Aktion am letzten Aprilwochenende in allen niedersächsischen Impfzentren umfangreich geimpft werden. Das Impfzentrum in der Gifhorner Stadthalle ist mit von der Partie.

Im gesamten Land sollen an den beiden Tagen (24. und 25. April) zusätzlich insgesamt mindestens 70 000 Erstimpfungen stattfinden. Ziel ist es, die Gesamtimpfleistung noch einmal deutlich zu steigern und die besonders vulnerable Gruppe der Impfberechtigten vorrangig zu impfen.

Der Landkreis Gifhorn impft bereits standardmäßig an Samstagen und hat für den 24. April bereits 768 Termine eingeplant. Für Sonntag, 25. April, wurden nach Angaben der Kreisverwaltung 800 Termine zusätzlich zur Verfügung gestellt. Diese können ab sofort über die Hotline oder das Impfportal des Landes gebucht werden.

An dem Sonntag wird ausschließlich das Vakzin von AstraZeneca verimpft. Der wegen möglicher Nebenwirkungen bei jüngeren Personen in die Diskussion geratene Impfstoff ist für Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, zugelassen.

Die Impfpriorisierung gemäß der Coronavirus-Impfverordnung muss laut Kreisverwaltung allerdings weiterhin beachtet werden. Das bedeutet: Grundsätzlich sind alle Personen impfberechtigt, die das 70. Lebensjahr vollendet haben. Personen über 60 sind nur impfberechtigt, wenn eine berufliche, medizinische oder sonstige Indikation entsprechend der §§ 2 oder 3 der Coronavirus-Impfverordnung vorliegt. In diesen Fällen ist eine entsprechende Bescheinigung (Arbeitgeber, Hausarzt, Krankenkasse) bei der Impfung vorzulegen.

Wegen des vereinzelten Auftretens von Thrombosen nach einer Impfung mit AstraZeneca war das Misstrauen gegen dieses Vakzin zuletzt gewachsen, aus vielen Impfzentren wird gemeldet, dass Impfberechtigte ihre Termine deshalb absagen. Die Kreisverwaltung betont derweil, die Impfung mit AstraZeneca verhindere effektiv eine (schwere) Covid-19-Erkrankung in einer Bevölkerungsgruppe, die – verglichen mit Erkrankten der Altersgruppe 18 bis 60 Jahre – ein mehr als 60-mal höheres Risiko hat, an Covid-19 zu versterben.

Der Landkreis bezieht sich dabei auf die RKI-Meldedaten. 89 Prozent der Thrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung seien bei Unter-60-Jährigen aufgetreten. Die ständige Impfkommission empfehle Älteren daher weiterhin die Impfung mit dem Vakzin.

„Mit diesem zusätzlichen Termin können wir noch mehr Bürgerinnen und Bürgern schnellstmöglich ein Impfangebot machen“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel. Alle Impfberechtigten bitte man, sich möglichst schnell über die Impfhotline des Landes, (0800) 99 88 66 5, oder unter www.impfportal-niedersachsen.de für einen Termin anzumelden. Bei der Onlineregistrierung werden sie zunächst auf die Warteliste gesetzt, sollen aber zeitnah einen Anruf durch die Hotline erhalten, die dann einen Impftermin vereinbart.

Das Gesundheitsamt bittet die impfwilligen Personen, die einen Impftermin bekommen, zur angegebenen Uhrzeit und nicht wesentlich früher zu erscheinen. Wer mehr als 15 Minuten zu früh kommt, könne noch nicht registriert werden, denn man wolle Warteschlangen vermeiden.

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