Mehr Verkehrsaufkommen zwischen Wolfsburg und Ehra / Unterlagen liegen ab 3. Mai aus

Aktualisierung der A 39-Planungen

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Laut aktueller Verkehrsprognose nimmt der tägliche Verkehr zwischen Wolfsburg und Ehra zu.

Ehra/Wolfsburg. Im Zuge des laufenden Planfeststellungsverfahrens für den 7. Abschnitt der geplanten Autobahn 39 bei Wolfsburg haben sich in einigen Bereichen Aktualisierungen ergeben.

Wie die Landesstraßenbaubehörde Wolfenbüttel weiter mitteilt, betreffen die Änderungen auf dem rund 14,2 Kilometer langen Abschnitt von Wolfsburg (B 188) bis Ehra (L 289) unter anderem die Aktualisierung von Verkehrs- und Lärmuntersuchungen, Lärmschutzanlagen und des Landschaftspflegerischen Begleitplanes im Hinblick auf die Verkehrsprognose 2030 sowie die Erstellung eines gewässerschutzrechtlichen Fachbeitrags nach den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie. Änderungen an der Trassenführung gibt es nicht.

„Der entscheidende Punkt ist die Aktualisierung der Verkehrsprognose“, sagt Bernd Mühlnickel, Leiter der Landesstraßenbaubehörde, auf IK-Anfrage. Man habe gewusst, dass dies anstehe, habe aber bis zur Aktualisierung mit den vorliegenden Zahlen gearbeitet. Bisher habe man bis 2025 mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommen von 27 000 Fahrzeugen, davon beträgt der Lkw-Anteil 7750, gerechnet. Nun beläuft sich der durchschnittlich tägliche Verkehr bis 2030 auf 31 500 mit einem Lkw-Anteil von 6980. Daher werden die lärmtechnischen Maßnahmen noch einmal überarbeitet, Lärmschutzeinrichtungen modifiziert.

Die geänderten Planunterlagen liegen vom 3. Mai bis einschließlich 2. Juni in den Städten Braunschweig und Wolfsburg, den Samtgemeinden Boldecker Land, Brome, Wesendorf und Grasleben sowie den Gemeinden Cremlingen und Sassenburg zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich aus. Sie können während dieser Zeit außerdem online (hier) eingesehen werden.

Schriftliche Einwendungen, die sich ausschließlich gegen die Ergänzungen und Aktualisierungen richten dürfen, sind bis einschließlich 16. Juni möglich. Für die übrigen Planunterlagen ist die Einwendungsfrist bereits abgelaufen.

Das Planfeststellungsverfahren für den Neubau der A 39 zwischen Wolfsburg und Ehra war am 9. Oktober 2014 eingeleitet worden. Antragsteller ist der Geschäftsbereich Wolfenbüttel der Landesbehörde. Gegen die Planung waren bislang rund 2000 Einwendungen eingegangen.

Mühlnickel geht davon aus, dass zum Jahreswechsel der Planfeststellungsbeschluss vorliegt und 2018 der erste Spatenstich erfolgen kann. „Die große Unbekannte ist natürlich der Rechtsweg – und eventuelle Klagen. Gibt es keine, steht dem Spatenstich nichts im Wege.“

Der Abschnitt ist Teil der Gesamtplanung eines Neubaus der Autobahn 39 zwischen den Städten Lüneburg und Wolfsburg.

Von Carola Hussak

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