Naturschutzverbände sehen durch mehr Windräder geschützte Vögel im Nordkreis bedroht

Aktivisten gegen acht Standorte

An 17 Standorten im Landkreis könnten neue Windräder gebaut werden. Die Konu lehnt acht vom ZGB ausgeguckte Areale ab. Sie würden von seltenen Vögeln als Rückzugsgebiete genutzt.
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An 17 Standorten im Landkreis könnten neue Windräder gebaut werden. Die Konu lehnt acht vom ZGB ausgeguckte Areale ab. Sie würden von seltenen Vögeln als Rückzugsgebiete genutzt.

Landkreis Gifhorn. An 17 Standorten will der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) Vorrangflächen für Windenergie ausweisen. Allein gegen acht ausgesuchte Standorte stemmen sich bereits im ersten Verfahrensschritt Naturschützer.

Die sieben in der Koordinierungsstelle Konu kooperierenden Naturschutzverbände sind gegen Windrad-Standorte in Bokel, Vorhop, Wahrenholz, Teschendorf, Müden, Lüben, Pollhöfen und Ehra. „Diese vom ZGB ausgeguckten Gebiete sind störungsfreie Rückzugsräume für Störche, Seeadler oder den Rotmilan“, sagt Frederike Franke, Vorsitzende der Konu.

Wenn dort Windparks gebaut würden, sei es mit der Ruhe für die geschützten Vögel vorbei. Die Windräder müssten gewartet und entsprechende Wege gebaut werden. Erst recht würde die Errichtung der Anlagen die Tiere stören, so Franke.

Sie sehe auch, dass sich die Konu in einer Zwickmühle befinde. Einerseits seien die Naturschutzverbände für saubere und vor allem nachhaltige Energiegewinnung, andererseits sei der Artenschutz genauso wichtig. Keine Probleme habe die Konu damit, wenn die ZGB die ausgesuchten Flächen in Stöcken, Bettendorf, Suderwittingen und Barwedel für die Ausweisung von Flächen zum Bau neuer Windräder heranziehen würde.

„Gerade im Norden von Wittingen gibt große Waldflächen, in denen sich die geschützten Vögel ungestört zurückziehen können.“ Derzeit liegen beim ZGB 1400 Stellungnahmen zum laufenden Verfahren vor. Die Eingabe der Konu sei eine davon. „Ich denke, dass der ZGB Vogelkundler in die von uns aufgeführten Gebiete schicken muss“, so Franke

Von Jens Schopp

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