„Konfliktstoff Wasser“ und mehr: Kreisvolkshochschule stellt Programm für kommendes Jahr vor

Afrika im Mittelpunkt

Die Teams der Kreisvolkshochschule und der Kreismusikschule freuen sich auf das neue Programmjahr. Der „schwarze Kontinent“ steht mit politischen Themen, aber beispielsweise auch kulinarisch im Zentrum der nächsten Monate.
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Die Teams der Kreisvolkshochschule und der Kreismusikschule freuen sich auf das neue Programmjahr. Der „schwarze Kontinent“ steht mit politischen Themen, aber beispielsweise auch kulinarisch im Zentrum der nächsten Monate.

Gifhorn. Mit einem verjüngten Mitarbeiterstab geht die Kreisvolkshochschule in das neue Programmjahr. Und das beschäftigt sich vor allem mit Afrika. Denn, so Fachberater Ulf Neumann, in Afrika sitzen viele Menschen auf gepackten Koffern. „Da ist die Politik gefragt.

Wir beschäftigen uns dazu mit politischer Bildung. “.

„Afrika begreifen“ können die Teilnehmer bei den mehr als 800 Angeboten in vielfältiger Weise. Sensibilisiert werden soll vor allem auf die Problemthemen des Kontinents, allen voran der „Konfliktstoff Wasser“, über den Professor Ulrich Menzel einen Vortrag halten wird. Davon und von weiteren Themen handeln die mehr als 30 Angebote zur politischen Bildung, wie Judith Rickes sagt, die wie Joana Sparenborg (Flüchtlingskurse) neu im KVHS-Team ist.

„Durch die neuen Mitarbeiter ist dieses Angebot umfangreicher als bisher“, erklärt KVHS-Leiterin Ricarda Riedesel. Im Vortrag wird Dozent Dr. Manfred Bormann das in Subsahara oder Schwarzafrika im Süden und die Maghreb-Staaten im Norden zweigeteilte Afrika insbesondere aus politischer und wirtschaftlicher Sicht betrachten. Der Meinersener Arzt Dr. Wolfgang Riske wird über seine Arbeit auf dem Kontinent berichten. Ein Kunstprojekt mit dem Titel „Boot“ soll es im Juni geben, fügt Insa Busse, ebenfalls neu im Team, an.

Bei der Ausstellung „Schwarz ist der Ozean“, die vom 5. bis zum 27. Juni in der KVHS während der Öffnungszeiten zu sehen ist, sollen mit Bildern, Skulpturen die geschichtlichen Hintergründe und Gründe zum Thema Flucht ausgearbeitet werden. „Denn die Gegenwart kann kaum verstanden werden, wenn die Geschichte nicht bekannt ist“, erklärt Rickes. Beiträge von Interessierten an der Ausstellung sind erwünscht. „Bilder, Kollagen, Installationen, Texte oder Fotos können eingereicht werden“, sagt Neumann. Die Beiträge müssen bis zum 1. Juni im Büro der Kreiskunstschulleiterin Charlotte Dreschke vorliegen.

Auch kulinarisch wird Afrika im Mittelpunkt stehen, wie Fachberaterin Silke Kolatschek ausführt. Afrikanische Küche wird ebenso angeboten wie eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem BUND zum Thema gesunde Ernährung, Nahrungsmittelbewertung, auch unter Berücksichtigung von Tierschutz, Nachhaltigkeit und Klimawandel. Durch die neue Mitarbeiterin Rickes wird es auch ein umfangreiches philosophisches Angebot geben. Begriffe wie Moral, Liebe, Wirklichkeit, Kritik und Freiheit sollen im gemeinsamen Nachdenken erörtert werden.

Der Semester-Auftakt ist am 28. Januar um 11 Uhr mit einem afrikanischen Büfett und afrikanischer Musik. Das neue Programm gibt es online unter www.bz-gifhorn.de und liegt als Heft an allen bekannten Stellen aus.

Von Burkhard Ohse

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