Agentur für Arbeit klinkt sich in Kampf gegen Medizinermangel ein

Ärzte in Landkreis locken

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Im Landkreis Gifhorn droht in nicht allzu ferner Zukunft ein Ärztemangel. Die Agentur für Arbeit unterstützt jetzt die Kooperation zwischen Landkreis und Kassenärztlicher Vereinigung, die dem Mangel entgegenwirken wollen.

Landkreis Gifhorn. Die Agentur für Arbeit in Gifhorn unterstützt die Kooperation des Landkreises und der Kassenärztlichen Vereinigung zur Gewinnung zukünftiger Ärzte im Landkreis Gifhorn. Das ist Ergebnis eines Treffens von Vertretern der Agentur und des Kreises.

Junge Menschen aus dem Kreis Gifhorn, die Medizin studieren oder studieren wollen, in der Region zu halten oder sie zurückzuholen – das ist das erklärte Ziel der Kooperation des Landkreises mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Agentur für Arbeit ist es ein Anliegen, diese Kooperation tatkräftig zu unterstützen, um so dem drohenden Ärztemangel im Landkreis zu begegnen.

Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit in Helmstedt: „Wir haben verschiedene Ideen besprochen. Wir werden unter anderem in Gifhorn auf den Test für medizinische Studiengänge, den sogenannten TMS, vorbereiten.“ Die Agentur-Berater für akademische Berufe würden ab 2015 einen Simulationskurs anbieten. Dieser Test erhöhe die Chancen auf einen Medizin-Studienplatz.

Zudem solle durch verschiedene berufskundliche Veranstaltungen für das Medizinstudium geworben werden, dazu wolle die Agentur unter anderem junge Studierende oder junge Ärzte vor Abiturienten referieren lassen. „Ebenso wollen wir im Rahmen unserer Berufsberatung für den Online-Erfassungsbogen des Landkreises Gifhorn werben, der junge Medizinstudierende oder Angehende in eine Kartei aufnimmt“, sagte Witt.

Als Kreisrat für Soziales, Jugend und Gesundheit begrüßt Rolf Amelsberg die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur: „Es gibt in unserem Kreis viele junge Menschen, die Medizin studieren oder studieren wollen. Mit dem geplanten Simulationstest können wir ihnen helfen, ihre Chancen zu verbessern.“ Ziel sei es, zukünftige Mediziner für die Region zu gewinnen, denn es gebe viele Ärzte, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gingen.

Auch mit dem landesweiten Projekt Gesundheitsregion soll dem Ärztemangel entgengewirkt werden. Der Landkreis will sich daran beteiligen. Es bewirbt sich um eine direkte Anschubfinanzierung des Landes. Damit sollen die künftigen Gesundheitsregionen wie Gifhorn beim Aufbau neuer beziehungsweise zusätzlicher Strukturen unterstützt werden. Dafür sind bis zu 25 000 Euro pro Landkreis vorgesehen.

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